27 April 2026, 16:20

Taylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme

Ein Mann im Anzug spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich um ein Regierungsgesetz zur Verbots des Internets zu unterstützen.

Taylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme

Taylor Swift hat rechtliche Schritte eingeleitet, um ihre Stimme und ihr Bild vor unbefugter Nutzung durch KI zu schützen. Ihr Unternehmen reichte am 24. April 2025 drei Markenanmeldungen beim US-Patent- und Markenamt (USPTO) ein. Dieser Schritt unterstreicht die wachsenden Bedenken in der Unterhaltungsbranche, dass künstliche Intelligenz das Abbild von Künstlern ohne deren Zustimmung ausnutzen könnte.

Die von Swifts Firma TAS Rights Management eingereichten Anmeldungen umfassen zwei Klangmarken für ihre Stimme. Eine schützt den Satz "Hey, hier ist Taylor Swift", die andere die Variante "Hey, hier ist Taylor". Eine dritte Anmeldung zielt darauf ab, ein bestimmtes Foto von Swift zu markenrechtlich schützen zu lassen – es zeigt sie mit einer pinken Gitarre in einem mehrfarbig schillernden Ganzkörperanzug.

Markenrechte decken normalerweise nicht das allgemeine Erscheinungsbild oder die Stimme einer Person ab. Dennoch versucht Swifts juristisches Team, zusätzliche rechtliche Schutzmechanismen gegen KI-generierte Inhalte zu schaffen. Dieser Ansatz ähnelt einer Strategie, die zuvor bereits der Schauspieler Matthew McConaughey verfolgte: Dessen Anwälte sicherten Anfang 2025 vergleichbare Markenrechte.

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Swifts Abbild wurde bereits in KI-Fälschungen missbraucht, etwa durch unbefugte Bilder und Stimmimitate, die von Metas Chatbots erzeugt wurden. Die "Markenrecht-Schutzmethode" ist in KI-Fällen zwar noch nicht vor Gericht getestet, könnte Künstlern aber stärkere rechtliche Handhabe bieten. Unterdessen ging auch Disney im Dezember 2025 gegen Google vor und schickte dem Konzern eine Unterlassungsaufforderung – Grund war die KI-Plattform Gemini, die angeblich kopierte Versionen markenrechtlich geschützter Figuren erstellt hatte.

Die Anmeldungen, die erstmals vom Fachanwalt für geistiges Eigentum Josh Gerben entdeckt wurden, deuten auf eine breitere Initiative von Unterhaltungsstars hin, ihre digitalen Identitäten zu kontrollieren. Sollte Swift mit ihren Marken erfolgreich sein, könnte dies einen Präzedenzfall für andere schaffen, die mit KI-gestütztem Missbrauch konfrontiert sind. Das Ergebnis könnte maßgeblich beeinflussen, wie Künstler künftig ihre Stimme und ihr Bild verteidigen.

Quelle