Tierheim Alte Mühle kämpft ums Überleben – Räumung droht im Juli
Johanna MüllerTierheim Alte Mühle kämpft ums Überleben – Räumung droht im Juli
Tierheim Alte Mühle in Bruck droht bis Juli die Schließung – nach Jahren der Fürsorge für gerettete Tiere
Das Tierheim Alte Mühle in Bruck, das seit Jahren geretteten Tieren ein Zuhause bietet, muss bis Juli geschlossen werden. Die Einrichtung, in der 25 Ponys, Miniaturpferde, Schweine und Hunde leben, soll aufgrund von Hochwasserschutzbestimmungen aus dem Jahr 2013 ihren Standort räumen. Eine lokale Initiative kämpft nun um den Erhalt des Tierheims und seiner pädagogischen Programme.
Gegründet wurde das Tierheim von Regina Peter, die seit Jahren vergeblich nach einem bezahlbaren neuen Standort für die Tiere sucht. Ihre Tochter Julia Rogg schlug vor, die Ställe auf eine angrenzende Wiese zu verlegen – doch das Landwirtschaftsamt Ebersberg lehnte den Plan ab. Die Behörde begründete dies damit, dass nur hauptberufliche Landwirte außerhalb der Dorfgrenzen bauen dürfen.
Bekannt ist das Tierheim vor allem für seine tiergestützte Therapie und sozialen Angebote, von denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene profitieren. Viele Familien, darunter auch Jennifer Moersberger, zeigen sich besorgt über die drohende Schließung. Eine Petition mit 3.500 Unterschriften soll die Behörden nun unter Druck setzen, den Bau neuer Ställe zu genehmigen. Seit 2013 gilt das Gelände als Überschwemmungsgebiet, weshalb alle Stallgebäude abgerissen werden mussten. Zwar gewährten die Behörden eine Übergangsfrist bis Juli, doch eine dauerhafte Lösung fehlt weiterhin.
Die Zukunft der Alten Mühle bleibt ungewiss, während der Räumungstermin im Juli näher rückt. Ohne Genehmigung für neue Ställe oder einen geeigneten Umzugsort könnten die geretteten Tiere und die Therapieangebote in Gefahr sein. Die 3.500 Unterschriften der Petition zeigen jedoch, wie sehr die Gemeinschaft den Erhalt des Tierheims unterstützt.