10 November 2025, 14:14

Till Lindemanns Buchlesung: Proteste scheitern an begeisterten Fans und eingestellten Ermittlungen

Eine Gruppe von Menschen protestiert vor einem Einkaufszentrum und hält Plakate in den Händen, dargestellt in Schwarz-Weiß.

Till Lindemanns Buchlesung: Proteste scheitern an begeisterten Fans und eingestellten Ermittlungen

Till Lindemann, Frontmann von Rammstein, sah sich vor seiner Buchvorstellung mit Joey Kelly in Berlin einer Welle von Protesten ausgesetzt. Trotz der Kontroverse strömten Fans in Scharen herbei, um ihn zu unterstützen, während die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen ihn einstellte.

Die ursprünglich im Astra Kulturhaus geplante Veranstaltung wurde aufgrund der Proteste in den Rammstein-Shop verlegt. Die Organisatoren der Initiative "Kein Sport, kein Stolz" riefen zu Demonstrationen gegen Lindemann und die Lesung auf. Unterstützt wurden diese Aufrufe in den sozialen Medien auch vom Bündnis "Keine Bühne für Täter".

Unbeirrt von den Protesten trafen die Fans früh ein, campierten vor Ort, um sich ihren Platz in der Schlange zu sichern. Cathrin, eine langjährige Fanin aus Leipzig, war angereist, um Lindemann gegen die Vorwürfe von Machtmissbrauch und sexuellen Übergriffen in Schutz zu nehmen. Viele Anhänger waren überzeugt, dass es keine strafrechtlich relevanten Beweise gegen Lindemann in Zusammenhang mit den "Reihe Null"-Vorwürfen gebe.

Die 17-jährige Emma verließ die Veranstaltung begeistert und beschrieb ihre 20 Sekunden mit "Till" als "unglaublich cool". Wie viele andere verließ sie den Ort mit Rammstein-Merchandise.

Die Staatsanwaltschaft prüfte den Fall und stellte das Verfahren gegen Lindemann ein. Trotz der Proteste und der öffentlichen Diskussion fand die Veranstaltung statt – die Fans zeigten dem Rammstein-Sänger deutliche Unterstützung. Die Buchvorstellung, bei der Lindemann und Joey Kelly ihr neues Fotobuch präsentierten, endete mit zufriedenen Besuchern, die mit Andenken nach Hause gingen.