10 February 2026, 10:25

Trumps Politik erschüttert die globale Ordnung – was kommt als Nächstes?

Eine weiße Fläche mit einem Buch namens "Präsidialcourage: Mutige Führer und wie sie Amerika 1789-1989 veränderten" von Michael Beschloss, begleitet von zwei Stiften.

Trumps Politik erschüttert die globale Ordnung – was kommt als Nächstes?

Ein neuer Bericht stuft Donald Trump als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten ein, die die nach 1945 etablierte globale Ordnung untergraben. Seine Politik bedrohe laut Analysten langjährige Bündnisse und diplomatische Grundsätze. Die Erkenntnisse kommen zu einer Zeit wachsender Besorgnis über die Ausrichtung der US-Außenpolitik in einer möglichen zweiten Amtszeit Trumps.

Die Münchner Sicherheitskonferenz 2023 versammelt diese Woche über 50 Staats- und Regierungschefs – doch Trump wird nicht teilnehmen. Seine Abwesenheit folgt auf ein Jahr zunehmender Spannungen, das unter anderem durch die scharfe Kritik von Vizepräsident JD Vance an europäischen Führungsfiguren beim Event 2022 ausgelöst wurde.

Seit seinem erneuten Amtsantritt im Januar 2025 drängt Trumps Regierung die NATO-Partner, ihre Verteidigungsausgaben auf 5 % des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen. Diese Forderung wurde beim NATO-Gipfel 2025 in Den Haag offiziell angenommen. Die USA stellen jedoch ihre militärischen Verpflichtungen infrage, falls die Verbündeten nicht nachkommen – was Zweifel an der Verlässlichkeit Amerikas schürt.

Im Dezember 2025 veröffentlichte das Weiße Haus eine National Security Strategy, die vor Europas wirtschaftlichem Niedergang und Migrationsherausforderungen warnt. Fast zeitgleich drohte Washington acht EU-Ländern mit Zöllen, um sie zu einem Abkommen über Grönland zu bewegen. Die Vereinbarung räumte den USA erweiterte militärische und wirtschaftliche Rechte in der Region ein und belastete das Vertrauen zu den Verbündeten zusätzlich.

Die öffentliche Meinung spiegelt die Unruhe über diese Entwicklungen wider. Umfragen in Frankreich, Großbritannien, Deutschland und den USA zeigen, dass die Mehrheit der Befragten glaubt, die Politik ihrer Regierungen werde künftigen Generationen schaden. In mehreren Ländern lehnen mehr als die Hälfte der Teilnehmer ab, dass Trumps Vorgehen der Welt nutzt.

Kritiker werfen ihm vor, seine Politik begünstige vor allem Wohlhabende und Mächtige – nicht die einfache Bevölkerung. Zudem warnen sie, sein Fokus auf zweckgebundene Deals statt auf prinzipienbasierte Zusammenarbeit könnte die globalen Beziehungen auf unvorhersehbare Weise verändern.

Der Bericht hebt Trump als prägende Kraft hervor, die etablierte internationale Regeln herausfordert. Die Forderungen seiner Regierung, wirtschaftlichen Druck und sich verschiebende Allianzen haben die diplomatischen Beziehungen bereits verändert. Angesichts zunehmend pessimistischer Stimmung in der Bevölkerung bleiben die langfristigen Folgen dieser Politik ein zentrales Risiko für die globale Stabilität.