27 January 2026, 20:26

TSV 1860 München kämpft mit nur einem fitten Feldspieler gegen Rot-Weiss Essen

Eine Gruppe von Navy-Football-Spielern in blauen Uniformen und goldenen Helmen steht zusammen auf dem Feld, mit einem unscharfen Hintergrund.

TSV 1860 München kämpft mit nur einem fitten Feldspieler gegen Rot-Weiss Essen

TSV 1860 München steckt kurz vor dem entscheidenden Spiel gegen Rot-Weiss Essen in einer eskalierenden Verletzungskrise. Nur ein Feldspieler ist voll einsatzbereit – doch trotz wachsendem Druck schließt der Verein Winterneuzugänge aus. Geschäftsführer Manfred Paula betont, man müsse sich auf den aktuellen Kader verlassen.

Die Probleme des Teams verschärfen sich, da mehrere Leistungsträger weiterhin ausfallen und Trainer sowie Verantwortliche vor dem anstehenden Spiel kaum Alternativen bleiben.

Stand Ende Januar 2026 hat der TSV 1860 München im Wintertransferfenster keine externen Verstärkungen verpflichtet. Einzige "Neuzugänge" sind interne Aufrücke: Kevin Volland vom Grasshopper Club Zürich, Soichiro Kozuki von Viktoria Köln und Alper Kayabunar aus der zweiten Mannschaft. Gleichzeitig haben Spieler wie Julian Guttau und Kilian Jakob den Verein verlassen.

Verletzungen verschlimmern die Lage zusätzlich. Topscorer Sigurd Haugen hat zwar das leichte Training wiederaufgenommen, wird aber nach seinem Kieferbruch noch Wochen bis zur vollen Belastbarkeit benötigen. Auch Sean Dulic, Jesper Verlaat, Florian Niederlechner und Thomas Dähne fallen aus oder sind nur eingeschränkt einsatzfähig. Vier Tage vor dem Duell mit Rot-Weiss Essen ist Kevin Volland der einzige Feldspieler, der ohne Einschränkungen trainieren kann. Paula wies Transfergerüchte zurück und räumte ein, die Möglichkeiten des Vereins seien "extrem begrenzt". Trotz finanzieller Engpässe und zahlreicher Ausfälle lehnte der Club sogar Angebote für Dulic aus der 2. Bundesliga ab.

Erst wenn Haugen zurückkehrt, soll David Philipp dessen Rolle übernehmen – doch für die aktuelle Not gibt es keine Sofortlösungen. Der Geschäftsführer ließ zwar eine kleine Tür für spät mögliche Transfers offen, betonte aber, dass Entscheidungen von wöchentlichen Bewertungen abhängen. Bis dahin muss sich die Mannschaft mit einem ausgedünnten Kader auf das Essen-Spiel vorbereiten.

Die Partie gegen Rot-Weiss Essen wird für den TSV 1860 München zur Nagelprobe. Ohne Neuzugänge und mit rekonvaleszenten Schlüsselspielern konzentriert sich der Verein nun darauf, die Krise zu bewältigen. Paulas zurückhaltende Haltung deutet darauf hin, dass keine schnellen Lösungen in Sicht sind – das Team wird sich vorerst auf die vorhandenen Kräfte verlassen müssen.