TSV 1860 München vor radikaler Wende nach enttäuschender Saisonphase
Johanna MüllerTSV 1860 München vor radikaler Wende nach enttäuschender Saisonphase
TSV 1860 München steht vor einem Umbruch nach einer schwierigen Phase
Nach einer Serie enttäuschender Ergebnisse steht der TSV 1860 München vor einer Phase des Wandels. Der Traditionsverein ist in der 3. Liga auf den siebten Platz abgerutscht – sechs Punkte hinter dem zweiten Rang und nur fünf Punkte vor der Abstiegszone. Nach den Abgängen von Trainer Patrick Glockner und Sportdirektor Christian Werner laufen nun Pläne, die Führungsebene und die strategische Ausrichtung des Teams neu zu gestalten.
Die Probleme begannen nach einer 1:2-Niederlage gegen den MSV Duisburg am 30. Spieltag, die den Verein im Aufstiegsrennen zurückwarf. Trotz des dritthöchsten Kaderwerts der Liga von 9,3 Millionen Euro – angeführt von Jungtalenten wie U20-Nationalspieler Sean Dulic (Marktwert: 1,3 Millionen Euro) – konnte die Mannschaft nicht an die frühe Saisonform anknüpfen, als sie zeitweise auf den Plätzen zwei oder drei stand.
Klubpräsident Gernot Mang betont zwar, dass die Mannschaftsmentalität intakt sei, doch die Ergebnisse bleiben aus. Nun treibt er gemeinsam mit seinen Kollegen einen klaren Restrukturierungsplan voran. Manfred Paula, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ), übernimmt eine Schlüsselrolle in der Übergangsphase und ist maßgeblich an der Suche nach einem neuen Trainer beteiligt. Der künftige Chefcoach soll ein erfahrener Profi sein, der sowohl mit der dritten Liga als auch mit der Bundesliga vertraut ist und in der Lage ist, junge Spieler in die erste Mannschaft zu integrieren.
Der 34-jährige Florian Niederlechner, der über Erstliga-Erfahrung verfügt, hat bereits Gespräche mit dem scheidenden Trainer Patrick Glockner geführt. Er möchte eine führende Rolle bei der Neuausrichtung des Kaders übernehmen. Gleichzeitig kristallisiert sich Benjamin Lauth als möglicher Kandidat für die Position des Sportdirektors heraus – unterstützt durch Paulas Fachwissen.
Zudem plant der Verein, einen Finanzstrategen zu verpflichten, der sich um Lizenzen, Budgetplanung und die langfristige Ausrichtung kümmert. Ziel ist es, durch Eigengewächse eine neue Identität aufzubauen und Bedenken auszuräumen, dass die Integration von Nachwuchsspielern in letzter Zeit zu kurz gekommen ist.
Während die Suche nach einem neuen Trainer läuft, setzt der TSV 1860 auf Erfahrung und Nachwuchsförderung. Die Vereinsführung ist entschlossen, die Leistungen zu stabilisieren und eine bessere Position in der Tabelle zu sichern. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Veränderungen die aktuelle Mittelmäßigkeit überwinden können.






