TUM gründet Sicherheitsbündnis mit 15 Top-Unternehmen für europäische Verteidigung
Johanna MüllerNeue Allianz zur Stärkung von Forschung und Verteidigung - TUM gründet Sicherheitsbündnis mit 15 Top-Unternehmen für europäische Verteidigung
Die Technische Universität München (TUM) hat ihre Aktivitäten im Bereich Verteidigungstechnologie mit einem neuen Forschungsbündnis ausgeweitet. In Taufkirchen bei München ansässig, vereint die TUM Security and Defense Alliance Universitäten und führende Industrieunternehmen, um Innovationen im Sicherheitssektor voranzutreiben. Seit dem Start Ende 2024 haben sich bereits 15 große Unternehmen der Initiative angeschlossen.
Ziel des Projekts ist es, Spitzenforschung in praktische Lösungen für die europäische Sicherheit umzusetzen. Angesichts der steigenden Nachfrage nach modernen Waffensystemen konzentriert sich das Bündnis darauf, durch Zusammenarbeit und Entwicklung die Verteidigungsfähigkeiten zu stärken.
Die Allianz wurde offiziell von der TUM in Partnerschaft mit der Universität der Bundeswehr München ins Leben gerufen. Zu den Gründungsmitgliedern zählen bedeutende Akteure aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Künstliche Intelligenz und Verteidigung, darunter Airbus Defence and Space, Helsing Germany, Hensoldt, Quantum-Systems und MBDA Deutschland. Stand Februar 2026 sind keine weiteren Industriepartner über die ursprünglichen 15 hinaus hinzugekommen.
Chiara Manfletti, Koordinatorin der Allianz, verwies auf das bestehende Forschungsnetzwerk der TUM im Verteidigungsbereich als Grundlage für die neue Initiative. Das Ziel sei es, Forschung, Entwicklung und praktische Anwendung systematisch voranzutreiben. TUM-Präsident Thomas Hofmann betonte, dass die Allianz dazu beitragen werde, wissenschaftliche Durchbrüche in einsatzfähige Werkzeuge für die europäische Sicherheit zu überführen.
Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume begrüßte die Initiative als Stärkung der regionalen Position in der Sicherheits- und Verteidigungstechnologie. Gleichzeitig hob er die Bedeutung von Dual-Use-Technologien hervor – Lösungen, die sowohl zivilen als auch militärischen Zwecken dienen. Die Arbeit der Allianz umfasst Forschung, Lehre, die Förderung von Start-ups und internationale Partnerschaften, um ein robustes Verteidigungsökosystem aufzubauen.
Die Nachfrage nach fortschrittlichen Waffensystemen ist aufgrund anhaltender Konflikte stark gestiegen. Der Innovationsfokus der Allianz kommt zu einer Zeit, in der moderne Verteidigungsfähigkeiten zunehmend entscheidend für die nationale und kontinentale Sicherheit sind.
Die TUM Security and Defense Alliance bleibt seit ihrer Gründung bei 15 Industriepartnern. Im Mittelpunkt stehen die Umsetzung von Forschungsergebnissen in praktische Verteidigungslösungen sowie die Stärkung der Rolle Bayerns in diesem Sektor. Die Initiative entwickelt weiterhin Technologien, die sowohl militärische Anforderungen als auch übergreifende Sicherheitsherausforderungen bewältigen.