Two-Nights-Tour im Frauenskispringen startet mit mehr Preisgeld und neuem Zeitplan
Hannah BöhmZweitägige Tour der Frauen-Skispringerinnen: Bargeld statt Shampoo - Two-Nights-Tour im Frauenskispringen startet mit mehr Preisgeld und neuem Zeitplan
Dritte Auflage der Two-Nights-Tour im Frauenskispringen startet mit wichtigen Neuerungen
Diese Woche beginnt die dritte Ausgabe der Two-Nights-Tour im Frauenskispringen – mit entscheidenden Änderungen. Das Preisgeld wurde erhöht, und der Zeitplan sieht vor, dass der Frauenwettbewerb in Oberstdorf erstmals vor dem der Männer stattfindet. Die Athletinnen hoffen, dass dies das letzte Jahr vor der Einführung eines vollständigen Vierschanzenturniers für Frauen sein wird.
In diesem Jahr winken bei der Two-Nights-Tour höhere Geldpreise: 3.175 Euro gibt es für Siege in den Qualifikationsläufen der Frauen in Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf. Die Anpassung folgt auf die Kontroverse der vergangenen Saison, als die Siegerin Selina Freitag statt Preisgeld nur Duschgel, Shampoo und vier Handtücher erhielt.
Auch der Ablaufplan wurde geändert: Am Neujahrstag in Oberstdorf springen die Frauen um 13 Uhr, die Männerqualifikation wurde auf 16 Uhr verlegt. Diese Umstellung erfolgt nach dem Vorfall im vergangenen Jahr, als tausende Zuschauer das Stadion vorzeitig verließen – obwohl einige blieben, um den Frauenwettbewerb zu verfolgen. Als Favoritinnen gelten die Slowenin Nika Prevc und die Japanerin Nozomi Maruyama. Prevc, mit 24 Weltcupsiegen in ihrer Karriere, dominierte zuletzt die Konkurrenz, darunter Siege in Vikersund, Lahti und Engelberg am 21. Dezember 2024. Unterdessen bestreitet Katharina Schmid ihre letzte Two-Nights-Tour, bevor sie in diesem Winter ihre Karriere beendet. Der ehemalige Champion Sven Hannawald bezeichnete die bisherige Behandlung der Frauenpreise als "ziemlich hart". Die Athletinnen kämpfen weiterhin für gleiche Anerkennung und streben ein vollständiges Vierschanzenturnier in den kommenden Saison an.
Die Two-Nights-Tour geht damit zum dritten Mal unter neuen Bedingungen an den Start. Die Erhöhung des Preisgelds und die Anpassung des Zeitplans spiegeln die wachsende Unterstützung für den Frauenskisprung wider. Veranstalter und Teilnehmerinnen blicken nun optimistisch auf eine mögliche Ausweitung zu einem vollständigen Vierschanzenturnier.