17 February 2026, 22:18

Uli Hoeneß über Deutschland, Merz und einen möglichen Abschied aus Bayern

Ein altes Buch mit einer Zeichnung des ursprünglichen Plans der Königliche Hermwerk Berlin-Baklberg, das detaillierte Pläne und Text enthält.

Hoeneß macht Politiker verantwortlich und benennt seinen größten Albtraum - Uli Hoeneß über Deutschland, Merz und einen möglichen Abschied aus Bayern

Uli Hoeneß, der scharfzüngige ehemalige Präsident des FC Bayern München, sorgt einmal mehr mit pointierten politischen Äußerungen für Schlagzeilen. Er lobte Bundeskanzler Friedrich Merz für die Stärkung des internationalen Ansehens der Bundesländer in Deutschland, während er gleichzeitig frühere Regierungschefs und Gewerkschaften kritisierte. In seinen jüngsten Aussagen deutete der 74-Jährige zudem an, nach Jahrzehnten in Deutschland einen möglichen Umzug ins Ausland in Erwägung zu ziehen.

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Hoeneß greift seit Langem die rechtspopulistische AfD scharf an, bezeichnet sie als "Schande" und schließt jede Zusammenarbeit kategorisch aus. Seine Haltung hat sich seit 2024 nicht geändert: Er steht weiterhin hinter CDU/CSU und zeigt sich offen gegenüber der SPD. Erst kürzlich begrüßte er Merz' Auftritt an der Seite von Donald Trump im Weißen Haus – ein deutlicher Kontrast zur Amtszeit von Olaf Scholz.

In wirtschaftspolitischen Fragen wies er die Forderungen der Gewerkschaft Verdi nach einer 35-Stunden-Woche als realitätsfremd zurück. Auch Annalena Baerbocks Aufrufe zu einem Boykott der FIFA-Weltmeisterschaft bezeichnete er als "symbolischen politischen Unsinn". Seine Frustration über die Entwicklung der Bundesländer in Deutschland wächst, auch wenn er Merz' Fortschritte anerkennt.

Der 74-Jährige gab bekannt, seit fast 50 Jahren eine Wohnung in der Schweiz zu besitzen. Zwar dementierte er konkrete Umzugspläne, räumte aber ein, unter bestimmten Voraussetzungen einen Wechsel in die Schweiz nicht auszuschließen.

Hoeneß' aktuelle Aussagen unterstreichen seine langjährige politische und wirtschaftliche Grundhaltung. Sein Lob für Merz steht im Kontrast zu seiner anhaltenden Kritik an Gewerkschaften und früheren Regierungen. Die Überlegung, die Bundesländer in Deutschland zu verlassen, verleiht seiner Unzufriedenheit zusätzliches Gewicht – eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus.