19 February 2026, 10:21

Uli Hoeneß: Wie zehn Jahre nach der Haft sein Leben und den FC Bayern prägten

Ein Mann in einer braunen Weste und schwarzem Hemd steht vor einem blauen Hintergrund und scheint über seine lebenslange Haftstrafe nachzudenken.

Wie er im Gefängnis Demut lernte - Uli Hoeneß: Wie zehn Jahre nach der Haft sein Leben und den FC Bayern prägten

Vor genau zehn Jahren, am 29. Februar 2016, verließ Uli Hoeneß um Mitternacht das Gefängnis in Freiheit. Der ehemalige Präsident des FC Bayern München hatte 21 Monate wegen Steuerhinterziehung abgesessen. Seine Entlassung markierte das Ende eines viel beachteten Falls, doch nicht das Ende seines Einflusses im deutschen Fußball – oder seiner persönlichen Reflexionen über diese Erfahrung.

Hoeneß' Zeit im Gefängnis Landsberg unterschied sich deutlich von der anderer Häftlinge. Er wurde zum einzigen Inhaftierten mit einem Fanclub, gegründet von Mitgefangenen und Gefängnisbediensteten. Tausende Briefe trafen ein – insgesamt über 5.500 –, ein ungewöhnliches Maß an öffentlicher Unterstützung für einen verurteilten Mann.

Nach seiner Rückkehr nach Hause empfingen ihn Freunde mit einer traditionellen bayerischen Schafkopf-Runde, die bis fünf Uhr morgens dauerte. Diese Geste unterstrich die Treue seines engsten Kreises, ein Thema, das Hoeneß oft seiner Frau Susi zuschreibt. Das Paar, seit über 50 Jahren verheiratet, führt eine ehrliche und offene Beziehung. Hoeneß hat wiederholt ihr scharfes Urteil über Menschen als unschätzbar für sein Leben und seine Entscheidungen gelobt.

Das Gefängnis veränderte ihn auf eine Weise, die er bis heute anerkennt. Er lernte Demut und ein tieferes Bewusstsein für soziale Verantwortung – Werte, die er heute in Interviews betont. Doch an eine strenge Regel hält er sich: Er pflegt keinen Kontakt zu ehemaligen Mithäftlingen, wie ihm nach seiner Entlassung geraten wurde.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Seine Familie bleibt seine höchste Priorität. Hoeneß sagt, er könnte den Verlust eines geliebten Menschen nicht ertragen, und nennt die Gesundheit seiner Angehörigen seinen größten Segen. Trotz der Umbrüche durch seine Haftzeit blieb seine Rolle als Ehrenpräsident des FC Bayern München weitgehend unverändert. Ein Jahrzehnt später ist er nach wie vor eine Schlüsselfigur im deutschen Fußball, sein Einfluss ungebrochen.

Obwohl Hoeneß' Haftstrafe vor zehn Jahren endete, wirkt sie in seinem öffentlichen und privaten Leben nach. Er prägt weiterhin die Ausrichtung des FC Bayern München, während er die Lehren der Vergangenheit schätzt. Sein Fokus bleibt auf Familie, Verantwortung und den Verein gerichtet, der seine Karriere geprägt hat.