US-Bitcoin-Miner kämpfen um Überleben gegen Zölle und Kursstürze
Bitcoin-Mining-Unternehmen in den USA kämpfen mit steigenden Kosten und Marktinstabilität Ein vorgeschlagener Zoll von 24 % auf Mining-Komponenten droht, die Betriebe ins Ausland zu drängen, während fallende Bitcoin-Kurse die Lage zusätzlich verschärfen. Unternehmen verkaufen inzwischen große Teile ihrer Bestände, um Verluste auszugleichen.
Die Probleme der Branche begannen mit Handelsrichtlinien, die während der Amtszeit von Donald Trump eingeführt wurden. Diese Zölle trieben die Kosten entlang der gesamten Lieferkette in die Höhe – von Hardware bis hin zu Dienstleistungen – und schmälerten so die Gewinne der Miner. Jaran Mellerud, CEO von Hashlabs, warnte, dass höhere Ausgaben die Hersteller zwingen könnten, ihre Ausrüstung in günstigere Märkte im Ausland zu verlagern.
Die Miner sehen sich bereits hohen Betriebskosten, logistischen Verzögerungen und starker Konkurrenz gegenüber. Handelskonflikte haben diese Herausforderungen noch verschärft, Lieferketten unterbrochen und die finanzielle Stabilität gefährdet. Allein im März verkauften börsennotierte Mining-Firmen über 40 % ihrer geförderten Bitcoins – der größte Abstoß seit Oktober 2024.
Der Preisverfall von Bitcoin hat die Krise weiter zugespitzt. Nach einem Rückgang um 17,39 % im Februar verlor die Kryptowährung im März weitere 2,3 %. Viele Unternehmen liquidieren nun ihre Reserven, um Defizite inmitten der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit auszugleichen.
Sollten die 24-Prozent-Zölle in Kraft treten, könnten US-Mining-Firmen ihren Wettbewerbsvorteil einbüßen. Höhere Kosten würden die Betriebe ins Ausland treiben und den amerikanischen Anteil am globalen Markt schmälern. Gleichzeitig lassen sinkende Bitcoin-Kurse und steigende Ausgaben den Minern kaum noch Spielraum, um über die Runden zu kommen.






