Venezolanerin ohne Papiere an deutscher Grenze festgenommen und in Abschiebehaft
Johanna MüllerVenezolanerin ohne Papiere an deutscher Grenze festgenommen und in Abschiebehaft
Am 13. März 2026 wurde eine 30-jährige Venezolanerin von der Bundespolizei festgenommen, als sie versuchte, nach Deutschland einzureisen. Die Festnahme erfolgte am Grenzübergang Waidhaus an der Autobahn A6, nachdem Beamte festgestellt hatten, dass ihr gültige Reisedokumente für den Schengen-Raum fehlten.
Die Frau war aus Tschechien eingereist und wurde bei einer routinemäßigen Grenzkontrolle angehalten. Die Behörden stellten fest, dass sie zuvor bereits in Spanien Asyl beantragt hatte und zudem eine offene Geldstrafe wegen illegalen Aufenthalts in Deutschland gegen sie vorlag.
Ein Richter ordnete ihre Inhaftierung an, um die Einhaltung der Dublin-Verordnung sicherzustellen, die vorsieht, dass Asylsuchende in dem EU-Land bearbeitet werden, in das sie zuerst eingereist sind. Noch am selben Tag wurde sie in die Abschiebehaftanstalt nach Hof verlegt. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat seitdem Kontakt zu den spanischen Behörden aufgenommen, um ihre Rückführung zu organisieren.
Ihre Haft wurde bis Ende April 2026 verlängert. Stand Mitte März 2026 liegen keine Hinweise auf weitere Schritte der spanischen Behörden in den verfügbaren Quellen vor.
Der Fall wird weiterhin nach dem Dublin-Verfahren bearbeitet, während die deutschen Behörden auf eine Antwort aus Spanien warten. Die Frau bleibt bis zur Bestätigung ihrer Überstellung oder bis zum Ablauf der gesetzlichen Frist in Haft.






