30 October 2025, 06:17

Verlag Nürnberger Presse konsolidiert Abteilungen und plant Stellenstreichungen

Eine Konferenzszene mit Sitzplätzen und einer Bühne, auf der eine Diskussion zwischen Medienpersonal und Eigentümern stattfindet, mit einem großen Banner und einer Wand im Hintergrund.

Verlag Nürnberger Presse konsolidiert Abteilungen und plant Stellenstreichungen

Der Verlag Nürnberger Presse, eine der großen Mediengruppen in Bayern, hat weitreichende Veränderungen angekündigt. Das Unternehmen, das seit dem zweiten Quartal 2025 von Vorstandschef Axel Wüstmann geführt wird, bündelt seine Service- und IT-Abteilungen. Diese Maßnahme ist Teil des Programms "Gruppenbildung und Effizienzsteigerung" und sieht die Schaffung einer neuen Zentralabteilung, pd.Service & Technology, bis zum 1. Januar 2026 vor. Betroffen sind rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Gruppe, die einen Jahresumsatz von etwa 450 Millionen Euro erwirtschaftet und mit einer täglichen Druckauflage von rund 450.000 Exemplaren etwa 1,3 Millionen Leserinnen und Leser erreicht, verzeichnet bei ihren digitalen Nachrichtenportalen monatlich etwa 50 Millionen Besuche und 80 Millionen Seitenaufrufe. Die Mediengruppe plant, den Personalabbau durch natürliche Fluktuation und die frühzeitige Einbindung der Mitarbeitervertretungen umzusetzen. Die neue Zentralabteilung pd.Service & Technology wird die Service- und IT-Bereiche an allen Standorten zusammenführen. Sigrun Albert, die operative Geschäftsführerin, wird diese Umstrukturierung verantworten. Wüstmann, der sein Amt Anfang dieses Jahres angetreten hat, hat die Veränderungen bereits eingeleitet. Die Stellenstreichungen beim Verlag Nürnberger Presse bedeuten einen weiteren Rückschlag für den Regionaljournalismus in Bayern – insbesondere nach den jüngsten Ankündigungen der Nürnberger Presse. Das Unternehmen betrachtet die Maßnahmen jedoch als notwendig, um die Investitionskraft zu stärken. Mit der Gründung der neuen Zentralabteilung und den geplanten Personalanpassungen strafft der Verlag Nürnberger Presse seine Strukturen. Ziel ist es, die Investitionsfähigkeit zu erhöhen. Die Gruppe, die erhebliche Umsätze und eine große Leserschaft verzeichnet, passt sich damit den sich wandelnden Rahmenbedingungen der Medienbranche an. Wie sich diese Veränderungen langfristig auf den Regionaljournalismus in Bayern auswirken, bleibt abzuwarten.