Vom Helden zum Abschiebefall: Aschaffenburgs mutiger Retter muss Deutschland verlassen
Ben SchmidtHilfsarbeiter aus Aschaffenburg muss nun Deutschland verlassen - Vom Helden zum Abschiebefall: Aschaffenburgs mutiger Retter muss Deutschland verlassen
Helfer aus Aschaffenburg muss nun Deutschland verlassen
Helfer aus Aschaffenburg muss nun Deutschland verlassen
Helfer aus Aschaffenburg muss nun Deutschland verlassen
9. Dezember 2025, 13:47 Uhr
Ein somalischer Mann, der im Januar vergangenen Jahres in Aschaffenburg mutig einen Messerangreifer stoppte, steht nun vor der Abschiebung aus Deutschland. Noch vor wenigen Monaten war er für seinen Einsatz mit einer Medaille ausgezeichnet worden.
Sein Asylantrag war bereits vor dem Vorfall abgelehnt worden, doch seine Abschiebung war vorübergehend ausgesetzt worden, weil er als wichtiger Zeuge im Fall galt.
Im Januar 2025 griff der Mann während eines Messerangriffs in Aschaffenburg ein und half, den Angreifer zu überwältigen. Fünf Monate später, im Mai, verlieh ihm Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Christophorus-Medaille für Zivilcourage.
Trotz dieser Ehrung war sein Asylgesuch bereits im Mai 2024 nach der Dublin-Verordnung abgelehnt worden. Nach dem Angriff erhielt er jedoch eine vorübergehende Aussetzung der Abschiebung (Duldung), da er als zentraler Zeuge in den Ermittlungen benötigt wurde.
Nun wird seine Abschiebung vollzogen. Die Behörden begründen dies mit seiner Weigerung, eine genehmigte Beschäftigung anzunehmen, sowie späteren Strafverurteilungen. Ihm wurde geraten, freiwillig nach Italien zurückzukehren, wo er über eine Aufenthaltserlaubnis verfügt. Dort bestehe die Möglichkeit, später als Fachkraft nach Deutschland zurückzukehren.
Aus dem einst als Held gefeierten Mann ist so ein Abschiebefall geworden. Sein Zeugenschutz ist abgelaufen, und seine Vorstrafen haben die Entscheidung besiegelt.
Die Behörden haben klar gemacht: Seine einzige unmittelbare Option ist die freiwillige Ausreise.