Von der Leyen fordert engere Bindung zwischen Europa und Großbritannien nach zehn Jahren Brexit
Elias BraunVon der Leyen fordert engere Bindung zwischen Europa und Großbritannien nach zehn Jahren Brexit
Ursula von der Leyen hat Europa und Großbritannien aufgefordert, ihre Beziehung zu stärken. In einer Rede betonte sie, dass gemeinsame Herausforderungen eine engere Zusammenarbeit erforderten. Wirtschaftliche Verflechtungen, Sicherheit und demokratische Werte standen im Mittelpunkt ihres Appells für eine erneuerte Partnerschaft mit Großbritannien. Von der Leyen verknüpfte ihren Aufruf mit dem zehnten Jahrestag des Brexit. Sie argumentierte, dass globale Verschiebungen eine tiefere Abstimmung zwischen der EU und Großbritannien notwendig machten. Der Handel zwischen beiden bleibt robust: Die britischen Exporte in die EU erreichten zwischen Juli und September 2025 ein Volumen von 388 Milliarden Pfund. Über den Handel hinaus hat sich die Zusammenarbeit auf Technologie und hochwertige Fertigung ausgeweitet. Die im Juli 2025 gestartete Industriepartnerschaft UK-Frankreich markierte hier einen wichtigen Schritt. Auch die Energiekooperation wurde intensiviert, wie die Hamburger Erklärung vom Januar 2026 zeigt, in der sich beide Seiten zu gemeinsamen Offshore-Windprojekten mit 100 GW in geteilten Gewässern verpflichteten. Sicherheit und die Verteidigung demokratischer Werte waren weitere Schwerpunkte, die von der Leyen hervorhob. Sie bestand darauf, dass Europa und Großbritannien in einer unberechenbaren Welt zusammenstehen müssten. Zum Abschluss erklärte sie, ihre Zukunft sei "enger verknüpft denn je". Der Aufruf zu engeren Bindungen erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem pragmatische Partnerschaften frühere Spannungen ablösen. Handels-, Energie- und Technologieprojekte belegen, dass die Zusammenarbeit bereits im Gange ist. Von der Leyens Äußerungen deuten auf ein Bestreben hin, die Integration in den kommenden Jahren noch weiter zu vertiefen.






