16 April 2026, 04:14

Warum misstrauische Gemeinschaften die Demokratie gefährden – eine neue Analyse

Zeitung mit vergilbten, zerknitterten Papier, schwarzer Tinte Text und der ├ťberschrift "Semanario Rep├║blicano Democr├ítico Federal" mit dem Wort "Diskussion".

Warum misstrauische Gemeinschaften die Demokratie gefährden – eine neue Analyse

Der Soziologe Aladin El-Mafaalani hat untersucht, warum das Misstrauen gegenüber der Demokratie immer weiter um sich greift. In seinem neuen Buch "Gemeinschaften des Misstrauens" analysiert er, wie Menschen das Vertrauen in Staat, Gerichte, Wissenschaft und Medien verlieren. Diese Entwicklungen helfen, den Aufstieg populistischer Bewegungen weltweit zu erklären.

El-Mafaalani, der in Dortmund forscht, argumentiert, dass misstrauische Menschen sich oft untereinander verbinden. Sie bilden eng vernetzte Gruppen – sogenannte "Gemeinschaften des Misstrauens" –, in denen Skepsis gegenüber Institutionen zur Norm wird. Digitale Medien haben es diesen Menschen einfacher gemacht als je zuvor, sich zu vernetzen und zu organisieren.

Seine Forschung zeigt, dass es wenig bringt, rechtspopulistische Parteien wie die AfD schlicht als inkompetent zu entlarven, um Anhänger zurückzugewinnen. Stattdessen schüren populistische Strategen gezielt das Misstrauen gegenüber demokratischen Systemen. Diese Dynamik hat zum Aufstieg von Figuren wie Trump und dem wachsenden Einfluss der AfD beigetragen.

Das Buch hebt ein zentrales Muster hervor: Menschen, die Institutionen misstrauen, neigen dazu, anderen zu vertrauen, die ihre Skepsis teilen. Dadurch festigen sich ihre Überzeugungen, und sie werden resistenter gegen Fakten oder alternative Perspektiven.

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El-Mafaalani kommt zu dem Schluss, dass ein Verständnis dieser misstrauischen Gemeinschaften entscheidend ist. Ohne ihre Anliegen ernst zu nehmen, könnten Bemühungen, den Populismus einzudämmen, scheitern. Sein Buch bietet einen Rahmen, um auf deren Aufstieg wirksamer zu reagieren.

Quelle