16 January 2026, 00:53

Wechsel an der DAV-Spitze: Allgäus Bergwelt verliert prägenden Geschäftsführer

Plakat für die Berg- und Strassenbahn in Zug, Schweiz, mit einer Landschaft aus Bäumen, Gebäuden und Bergen, mit Text.

Wechsel an der DAV-Spitze: Allgäus Bergwelt verliert prägenden Geschäftsführer

Michael Turobin-Ort scheidet zum 1. April als Geschäftsführer der Sektion Allgäu-Kempten des Deutschen Alpenvereins (DAV) aus. Zwölf Jahre lang stand er an der Spitze der Organisation und prägte eine Phase beträchtlichen Wachstums und struktureller Weiterentwicklung. Sein Abschied fällt in eine Zeit, die von großen Projekten und einer stetig steigenden Mitgliederzahl geprägt war.

Turobin-Ort übernahm 2012 die Leitung der Sektion und formte sie zur größten im Allgäu sowie zur drittgrößten in ganz Bayern. Unter seiner Führung wuchs die Mitgliederzahl auf fast 27.000 an. Zu den wichtigsten Errungenschaften zählen die Eröffnung des swoboda Alpine Center in Kempten sowie umfangreiche Sanierungen mehrerer Hütten, darunter die Tannheimer Hütte, die Rappenseehütte und die Kemptner Hütte.

Sein Rücktrittsentschluss sei ihm nicht leichtgefallen, betonte Turobin-Ort und blickte auf eine Zeit voller bereichernder Erfahrungen und persönlicher Entwicklung zurück. Klaus Peter Wildburger, Vorsitzender der Sektion, würdigte zwar die Tragweite seines Ausscheidens, zeigte aber Verständnis für die Entscheidung. Turobin-Ort sicherte zu, seinen Nachfolger während der Übergangsphase zu unterstützen, und unterstrich seine weiterhin enge Verbundenheit mit dem Team und dem Verband. Die Suche nach einer neuen Führungskraft läuft bereits: In den Stellenausschreibungen werden betriebswirtschaftliches Know-how und eine starke Identifikation mit den Werten des DAV als zentrale Anforderungen genannt. Turobin-Ort selbst hofft, dem Alpenverein auch künftig verbunden zu bleiben, und lotet mögliche neue Aufgaben innerhalb der Organisation aus.

Mit seinem Ausscheiden hinterlässt Turobin-Ort eine Lücke an der Spitze der Sektion Allgäu-Kempten; ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin steht bisher noch nicht fest. Die Suche nach einer geeigneten Kandidatin oder einem geeigneten Kandidaten für die Nachfolge ab dem 1. April dauert an. Seine Amtszeit war geprägt von bedeutenden Infrastrukturprojekten und einem deutlichen Mitgliederzuwachs – ein solides Fundament für die nächste Phase der Sektion.