Wie ein Freisinger Pionier Deutschlands Solarenergie mitprägte
Deutschlands Solarenergie-Aufschwung hat seine Wurzeln in lokalen Pionierleistungen und einem richtungsweisenden Gesetz. In Freising errichtete Andreas Henze 1994 die erste kleine Photovoltaikanlage der Stadt. Seine Arbeit wuchs parallel zu nationalen Fördermaßnahmen, die die Branche revolutionierten.
Der Impuls für Solarstrom in Freising setzte bereits vor dem landesweiten Boom ein. 1993 verhandelte der örtliche Verein Sonnenkraft Freising einen kostendeckenden Einspeisetarif – ein frühes Anreizmodell, das Bürger zum Umstieg auf erneuerbare Energien motivierte.
Henze stieg 1994 mit einer 550-Watt-Photovoltaikanlage in die Branche ein. Sechs Jahre später gründete er SolAH, ein Fachunternehmen für Solarinstallationen. Seine Projekte wurden immer größer und gipfelten 2006 in einer 70-Kilowatt-Anlage – eine Leistung, die er damals als "undenkbar groß" bezeichnete.
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das am 1. April 2000 in Kraft trat, beschleunigte Deutschlands Solarausbau entscheidend. Bis 2012 spezialisierte sich Henze auf 20- bis 50-Kilowatt-Anlagen, vor allem für Landwirte. Sein Know-how in der Agrar-Photovoltaik wurde zum Markenzeichen seiner Arbeit.
2013 gehörte Henze zu den Mitbegründern der Bürgerenergiegenossenschaft Freisinger Land. Die Genossenschaft betreibt heute Dachanlagen und Solarparks mit einer Gesamtleistung von 4,6 Megawatt. Sein Engagement verband lokale Initiativen mit Deutschlands Energiewende.
Vom ersten 550-Watt-Modul bis zu großflächigen Genossenschaftsprojekten spiegelt Henzes Werdegang den Aufstieg der Solarenergie in Deutschland wider. Das EEG und frühe regionale Anreize legten den Grundstein für die heutige Erneuerbaren-Landschaft. Die 4,6 Megawatt der Genossenschaft zeigen, wie kleine Anfänge große Veränderungen anstoßen können.






