Wie ein Pionier und das EEG Deutschlands Solarenergie revolutionierten
Johanna MüllerWie ein Pionier und das EEG Deutschlands Solarenergie revolutionierten
Deutschlands Solarenergie-Branche verdankt einen Großteil ihres Wachstums Pionieren wie Gerhard Weiße. Sein Unternehmen, Solar-Partner Süd, installierte Photovoltaikanlagen lange, bevor der Markt durchstartete. Ein entscheidender Wendepunkt war das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das 2000 die Branche revolutionierte.
Gerhard Weiße begann bereits 1979 mit Solartechnik zu arbeiten. Später gründete er Solar-Partner Süd in der Region Chiemgau. Sein erstes großes Projekt war eine 1,1-Kilowatt-Anlage, die er 1996 auf dem Bio-Bauernhof Horizont in Trostberg installierte – eine Anlage, die bis heute in Betrieb ist.
Die frühen Photovoltaik-Systeme waren bescheiden: Meist auf 5 Kilowatt begrenzt. Weißes Firma bezog Module von Marken wie Isofoton, Kyocera und Solarworld. Die Wechselrichter kamen von SMA und Kaco, Herstellern, die bis heute in der Branche bekannt sind.
Der eigentliche Durchbruch gelang am 1. April 2000, als das EEG in Kraft trat. Das Gesetz garantierte eine feste Einspeisevergütung für Solarstrom und löste einen Boom bei den Installationen aus. Es beflügelte nicht nur Solar-Partner Süd, sondern legte den Grundstein für Deutschlands Photovoltaik-Erfolg. Im Laufe der Jahre wurde das EEG mehrfach angepasst, um mit dem wachsenden Markt Schritt zu halten.
Die Auswirkungen des Gesetzes reichten weit über Deutschland hinaus: Indem es einen stabilen Markt für Solarenergie schuf, trieb es die globale Photovoltaik-Industrie voran.
Das EEG veränderte die deutsche Energielandschaft nachhaltig und machte Solarstrom zu einer etablierten Lösung. Gerhard Weißes frühe Arbeit – von kleinen Projekten bis zum florierenden Unternehmen – zeigt, wie Politik und Innovation Wandel vorantreiben können. Seine Anlage von 1996 steht noch immer als Symbol für das nachhaltige Potenzial der Solarenergie.






