21 December 2025, 20:10

Wissen ├╝ber Rassismus beeinflusst Haltung zur Critical Race Theory

Eine Frau in einem gr├╝nen T-Shirt steht auf einer Demonstration und h├Ąlt ein wei├čes Schild in der Hand, mit vielen anderen Menschen hinter ihr.

Wissen ├╝ber Rassismus beeinflusst Haltung zur Critical Race Theory

Wissen über Rassismus prägt Haltung zur Critical-Race-Theory

Studie zeigt: Unwissen über Rassismus fördert Ablehnung der Critical-Race-Theory – ohne die nationale Identität zu gefährden

  1. April 2025, 15:24 Uhr

Schlagwörter: Wissenschaft, Bildung und Persönlichkeitsentwicklung, Politik

Eine aktuelle Studie legt nahe, dass viele Menschen die Critical-Race-Theory (CRT) ablehnen, weil ihnen grundlegendes Wissen über Rassismus in den USA fehlt. Die Ergebnisse zeigen: Wer Rassismus besser versteht, unterstützt eher die zentralen Aussagen der Theorie. Zudem fanden die Forscherinnen und Forscher heraus, dass die Auseinandersetzung mit Rassismus das bürgerliche Engagement fördert – statt die nationale Einheit zu untergraben.

Im Mittelpunkt der Untersuchung standen Studierende. Dabei zeigte sich ein klarer Zusammenhang zwischen dem Bewusstsein für Rassismus und der Zustimmung zu CRT. Teilnehmer, die über fundierteres Wissen verfügten, stimmten tendenziell den Grundprinzipien der Theorie zu. Ablehnung kam hingegen häufig von denen, die sich mit dem Thema weniger auskannten.

Konservative Politiker in den USA setzen sich seit Langem gegen die Vermittlung von Rassismus in Schulen ein. So unterzeichnete Floridas Gouverneur Ron DeSantis 2021 den Stop WOKE Act, der entsprechende Diskussionen einschränkt. Virginias Gouverneur Glenn Youngkin erließ 2022 einen Erlass, der CRT an Schulen verbietet. Abgeordnete wie Marjorie Taylor Greene, Matt Gaetz und Byron Donalds unterstützten zudem bundesweite Gesetzentwürfe – darunter den Parents Bill of Rights von 2022 –, um Lehrpläne in diesem Bereich zu begrenzen.

Die Studie widerlegt die Behauptung, dass die Aufarbeitung von Rassismus die nationale Identität schwäche. Stattdessen belege sie, dass die Auseinandersetzung mit rassistischen Strukturen das gesellschaftliche Engagement stärke. Unwissen über die rassistische Geschichte der USA bleibe jedoch ein zentraler Grund für die Ablehnung der CRT.

Die Forschungsergebnisse unterstreichen, wie entscheidend Aufklärung über Rassismus für die Haltung zur Critical-Race-Theory ist. Künftige Studien könnten untersuchen, wie sich dies auf andere Gruppen oder umstrittene Themen auswirkt. Fest steht: Ein besseres Verständnis fördert nicht nur die Akzeptanz der Theorie, sondern auch aktives Bürgertum.