ZF revolutioniert Auto-Chips: Europa wird unabhängiger von US- und Asien-Lieferanten
Elias BraunZF revolutioniert Auto-Chips: Europa wird unabhängiger von US- und Asien-Lieferanten
ZF entwickelt neuen Auto-Chip in Europa, um Abhängigkeit von US- und asiatischen Lieferanten zu verringern
Der Schritt kommt zu einer Zeit, in der Hochleistungscomputer die Motoren als Kern moderner Fahrzeuge ablösen. Das Unternehmen will fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme und autonome Funktionen für Kompaktwagen erschwinglicher machen.
Der Chip soll die teuren und energieintensiven Hauptprozessoren entlasten, indem er Daten von Kameras, Radar und anderen Sensoren vorverarbeitet, bevor sie an den zentralen Fahrzeugcomputer weitergeleitet werden. ZF strebt an, diese Technologie auch in preisgünstigen Modellen einzusetzen – ohne dabei US-Konkurrenten auszuschließen.
Europäische Chiphersteller stehen vor großen Herausforderungen Dazu zählen hohe Anfangsinvestitionen und enge Zeitpläne. So beginnt etwa die Produktion des iPDM-Systems von HELLA erst Mitte 2025 – zu wenig Puffer, um die Marktnachfrage bis 2028 zu decken. Zu den zentralen Anforderungen gehören die Integration von GNSS und Trägheitsnavigation für Gebiete mit schwachem Signal sowie der Ersatz herkömmlicher Sicherungen durch softwaregesteuerte eFuses für das automatisierte Fahren.
ZFs Projekt wurde bereits ausgezeichnet: Der Chip gewann den "Embedded Award 2026" für sein System-on-Chip-Design. Das Unternehmen sieht darin einen Beweis für Europas Potenzial in der Halbleiterentwicklung. Bis zur Serienreife in Fahrzeugen werden jedoch noch vier bis fünfeinhalb Jahre vergehen.
Weniger Abhängigkeit, mehr Kosteneffizienz Der Chip könnte Europas Abhängigkeit von ausländischen Zulieferern verringern und gleichzeitig die Produktionskosten für Automobilhersteller senken. Er zielt auf eine Marktlücke ab: erschwingliche, aber leistungsfähige Technologie für autonomes Fahren. Die Zeitpläne für die Serienproduktion bleiben zwar knapp, doch ZFs Fortschritte deuten auf eine Verschiebung der Machtverhältnisse in der Branche hin.






