16 December 2025, 00:30

Zimmerer-Innung setzt auf Tradition und klimafeste Holzquellen für die Zukunft

Ein grasbewachsener Bereich mit einem Eisenstab und einer Kette, eine hölzerne Bank links und Bäume im Hintergrund.

Zimmerer-Innung setzt auf Tradition und klimafeste Holzquellen für die Zukunft

Holzkultur bleibt ungebrochen

Zimmerer-Innung Memmingen-Mindelheim wählt auf Jahresversammlung neuen Vorstand

Die Zimmerer-Innung Memmingen-Mindelheim hat ihren gesamten Vorstand für eine weitere Amtszeit wiedergewählt. Auf der diesjährigen Hauptversammlung diskutierten die Mitglieder zudem über die Zukunft des Handwerks – von der Lehrlingsausbildung bis hin zu klimaresistenten Holzquellen. Die Innungsführung betonte trotz branchenspezifischer Herausforderungen die stabile Mitgliederzahl und eine optimistische Grundhaltung.

Jürgen Kolb wurde als Obermeister bestätigt, sein Stellvertreter bleibt Max Pfalzer. Helmut Henle übernimmt weiterhin die Leitung der Lehrlingsausbildung, während Karl Epple im Vorstand verbleibt. Die Wahlen spiegeln das Vertrauen in die aktuelle Führung wider.

Erst kürzlich erhielten rund 50 Zimmergesellen im Memminger Rathaus ihre Freisprechungszeugnisse. Kolb verwies auf ermutigende Trends in der Lehrlingsausbildung und unterstrich die Notwendigkeit, junge Menschen für den Beruf zu begeistern. Gleichzeitig forderte er mehr öffentliche Präsenz, um das Image des Zimmererhandwerks als attraktiven Berufsweg zu stärken.

Die Mitgliederzahlen der Innung bleiben konstant – ein Zeichen für Stabilität in der Region. Geschäftsführer Gottfried Voigt stellte weniger bekannte Vorteile einer Innungsmitgliedschaft vor, um die Beteiligung zu erhöhen. Kolb räumte zwar Störungen im globalen Holzhandel und steigende Preise ein, zeigte sich aber zuversichtlich für die lokale Entwicklung.

Mit Blick auf die Zukunft passen sich die Wälder im Allgäu dem Klimawandel an: Laubhölzer wie Eiche und Kastanie sowie trockenheitsresistente Breitblättrige werden künftig die Holzversorgung dominieren. Fichte und Tanne kommen nur noch in Mischbeständen zum Einsatz, während Versuche mit Atlas- und Libanon-Zedern laufen. Trotz dieser Veränderungen betonte Kolb, dass die regionale Holzbaukultur nicht an Bedeutung verlieren werde.

Der wiedergewählte Vorstand wird sich auf die Gewinnung neuer Mitglieder und die Förderung des Nachwuchses konzentrieren. Mit klimangepassten Wäldern und stabilen Mitgliederzahlen rechnet die Zimmerer-Innung Memmingen-Mindelheim mit weiterem Wachstum. Die Verantwortlichen zeigen sich überzeugt, dass das Handwerk sowohl marktliche als auch ökologische Veränderungen meistern wird.