25 April 2026, 14:18

Zufit Simons The Fight Club eröffnet das Best OFF Festival mit radikaler Choreografie

Ein Buchumschlag mit einer leuchtenden Illustration einer Gruppe tanzender Frauen in energischen, synchronen Posen.

Zufit Simons The Fight Club eröffnet das Best OFF Festival mit radikaler Choreografie

Zufit Simons neuestes Werk The Fight Club wird am 23. April das Best OFF Festival für Independent-Theater in Hannover eröffnen. Die Produktion markiert einen kühnen Wandel in ihrer Choreografie, die sich nun auf Kampf und maskuline Energie konzentriert. Simon, 1980 in Israel geboren, prägt seit 25 Jahren die deutsche zeitgenössische Tanzszene.

Schon mit vier Jahren begann Simon zu tanzen und studierte später zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Ihr frühes Solo fleischlos gewann 2005 den dritten Platz als bestes deutsches Tanzsolo bei der euroscene Leipzig. Seither ist ihr Werk dafür bekannt, Erwartungen zu unterlaufen und gezielt Verwirrung zu stiften.

Die Artblau Tanzwerkstatt in Braunschweig, geleitet von Dietrich Oberländer, begleitete Simons Karriere von Anfang an. Viele ihrer Stücke feierten im LOT Theater Braunschweig Premiere, das 2024 aufgrund von Insolvenz schließen musste. Im selben Jahr erhielt ihr Stück Radical Cheerleading – eine Auseinandersetzung mit körperlichem Protest und Widerstand – den Preis des Best OFF Festivals.

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2016 strich das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur die konzeptionelle Förderung für Simons Projekte. Trotz dieser Rückschläge wagt sie mit The Fight Club nun einen Vorstoß in neues Terrain: Die Choreografie setzt auf aggressive Bewegungen und maskuline Attitüden.

Ihr neues Stück feiert Premiere in einer Zeit, in der unabhängige Spielstätten wie das LOT Theater ums Überleben kämpfen. Die Eröffnung des Best OFF Festivals am 23. April wird Simons sich weiterentwickelnden choreografischen Ansatz präsentieren. Ihr Werk fordert das Publikum weiterhin heraus und spiegelt zugleich ihre langjährige Verbundenheit mit der deutschen Tanzcommunity wider.

Quelle