250.000 fordern in München den Sturz des iranischen Regimes

Elias Braun
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Eine große Menschenmenge steht vor einem Gebäude, hält Schilder und Fahnen, mit Bäumen, Laternenmasten und Strommasten mit Drähten im Hintergrund unter einem sichtbaren Himmel.Elias Braun

250.000 fordern in München den Sturz des iranischen Regimes

Eine der größten Demonstrationen Münchens fand am Wochenende statt

Bis zu 250.000 Menschen versammelten sich in München, um einen Regimewechsel im Iran zu fordern. Die Kundgebung, die parallel zur Münchner Sicherheitskonferenz stattfand, war geprägt von Rufen nach Demokratie und dem Rücktritt des iranischen Revolutionsführers Ali Chamenei. Zu den Rednern zählte Reza Pahlavi, der Sohn des letzten Schahs von Persien, der die Menge ansprach und seine Unterstützung für eine säkulare Zukunft des Landes bekräftigte.

Die Demonstration wurde vom Münchner Kreis, einer gemeinnützigen Initiative, organisiert, die ursprünglich mit 100.000 Teilnehmern gerechnet hatte. Die Protestierenden trugen Fahnen verschiedener Nationen – darunter aus dem Iran, Deutschland, Israel, den USA und Großbritannien – und zeigten damit internationale Solidarität. Viele hielten zudem Fotos von Häftlingen hoch, die vom iranischen Regime zum Tode verurteilt wurden, wie Mona Noruzi, Saleh Mohammadi und Melika Azizi.

Reza Pahlavi betonte in seiner Rede, keine persönlichen Machtambitionen zu verfolgen und weder Krone noch Titel anzustreben. Stattdessen präsentierte er sich als Übergangsfigur und sprach sich für ein Referendum aus, das zwischen Republik und konstitutioneller Monarchie entscheiden solle. Seine Position hat sich im Laufe der Jahre gewandelt: Weg von der monarchistischen Linie der Anhänger seines verstorbenen Vaters, hin zu einem Fokus auf säkulare Demokratie.

Einen Tag zuvor, am Freitag, hatte auf dem Odeonsplatz eine separate Kundgebung der Volksmudschaheddin Irans stattgefunden. Einige hundert Teilnehmer lehnten dort sowohl den Schah als auch die Mullahs ab und verdeutlichten damit die Spaltungen unter Iranern über die politische Zukunft des Landes. Trotz der deutlichen Unterstützung für Pahlavi bei der Hauptdemonstration bleiben Unsicherheiten über seine Rolle in einem Iran nach dem Regimewechsel bestehen.

Die Kundgebung erreichte ein Ausmaß, das mit der Anti-Rechts-Demonstration des Vorjahres in München vergleichbar ist, und zählt damit zu den größten Protesten der jüngeren Stadtgeschichte. Forderungen nach einem Systemwechsel, Demokratie und dem Sturz Chameneis prägten die Veranstaltung. Die Größe der Menschenmenge und die Vielfalt der internationalen Fahnen unterstrichen die weltweite Aufmerksamkeit für die politische Krise im Iran.

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