06 June 2026, 20:09

7 Millionen Euro für das erste Stellarator-Kraftwerk der Zukunft

7 Millionen Euro für Proxima Fusion

7 Millionen Euro für das erste Stellarator-Kraftwerk der Zukunft

Proxima Fusion, ein Start-up des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP), hat in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde 7 Millionen Euro eingesammelt. Das Unternehmen plant, bis in die 2030er-Jahre das erste Fusionskraftwerk auf Basis eines Stellarator-Designs zu bauen. Die Gründer bringen Erfahrung von führenden Institutionen wie dem MIT, Google-X und dem Max-Planck-IPP selbst mit.

Die Investitionsrunde wurde von Plural und UVC Partners angeführt, mit zusätzlicher Unterstützung durch den High-Tech Gründerfonds (HTGF) und die Wilbe Group. Marc Nemitz, Mitglied des Gründungsteams, bestätigte den erfolgreichen Abschluss der 7-Millionen-Euro-Finanzierung. Die Mittel sollen die Entwicklung eines leistungsstarken Stellarators für die Energieerzeugung beschleunigen.

Stellaratoren haben in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht. Im Gegensatz zu Tokamaks bieten sie eine stabilere Plasmakontrolle und eine bessere Wärmeregulation. Der deutsche Stellarator Wendelstein 7-X (W7-X) stellte im Februar 2023 einen Rekord bei der Energieausbeute auf und bewies damit das Potenzial des Konzepts. Proxima Fusion will diese Technologie nun innerhalb des nächsten Jahrzehnts zu einem funktionsfähigen Kraftwerk weiterentwickeln.

Das Projekt knüpft an Deutschlands langjährige Investitionen in die Stellarator-Forschung an. Die Expertise des Teams vom Max-Planck-IPP, kombiniert mit privatem Kapital, könnte die Fusionsenergie der Realität einen Schritt näherbringen. Ziel ist ein System, das effizient und im Dauerbetrieb arbeiten kann – eine Herausforderung, an der Tokamaks oft scheitern.

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Mit den 7 Millionen Euro im Rücken konzentriert sich Proxima Fusion nun auf den Entwurf eines kommerziellen Stellarators. Die Technologie verspricht saubere Energie mit weniger betrieblichen Hürden als herkömmliche Fusionsreaktoren. Bei Erfolg könnte in den 2030er-Jahren das erste Stellarator-Kraftwerk der Welt in Betrieb gehen.

Quelle