11 February 2026, 02:24

AOK Bayern blockiert 6.400 elektronische Patientenakten durch technischen Fehler

Ein altes Dokument mit einem grünen Siegel oben drauf, das einen Totenscheintraktat der Gesundheitsbehörde zeigt, mit Text und einem Stempel.

AOK Bayern blockiert 6.400 elektronische Patientenakten durch technischen Fehler

Ein technischer Fehler bei der AOK Bayern hat etwa 6.400 elektronische Patientenakten vorübergehend blockiert. Das Problem trat während einer geplanten Systemmigration auf, doch der Krankenversicherer betonte, dass keine Daten verloren gingen oder von unbefugten Dritten eingesehen wurden.

Ausgelöst wurde die Störung durch ein Software-Update eines IT-Dienstleisters, wodurch die Akten unzugänglich wurden. Die AOK Bayern schloss umgehend einen Sicherheitsvorfall aus und versicherte, dass keine externen Parteien Zugriff auf die betroffenen Dateien erhielten. Gemeinsam mit IT-Experten und der gematik – der für das ePA-System zuständigen Organisation – arbeitet der Versicherer daran, die gesperrten Akten aus Backups wiederherzustellen.

Betroffene Versicherte wurden informiert, und ihre Unterlagen wurden inzwischen neu angelegt. Wer dringend auf ältere Dokumente zugreifen muss, wurde aufgefordert, sich direkt an die behandelnden Ärzte oder medizinischen Einrichtungen zu wenden. Von der Panne waren etwa 0,14 Prozent der insgesamt bei der AOK Bayern Versicherten betroffen.

Die Wiederherstellungsarbeiten laufen noch, doch ein konkreter Zeitplan für die vollständige Behebung steht bisher aus. Es ist nicht das erste Mal, dass das ePA-System mit Problemen zu kämpfen hat – in der Vergangenheit gab es bereits Kritik, unter anderem weil falsche Widersprüche zur Löschung von Akten führten.

Zwar gingen keine Daten dauerhaft verloren, doch der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der elektronischen Patientenakte. Die AOK Bayern arbeitet weiterhin an einer Lösung, doch wie lange die Wiederherstellung genau dauern wird, bleibt ungewiss.