Aschaffenburgs politischer Wechsel: CSU-Kandidat bricht 50-jährige SPD-Ära
Johanna MüllerAschaffenburgs politischer Wechsel: CSU-Kandidat bricht 50-jährige SPD-Ära
Aschaffenburg wählt nach Jahrzehnten erstmals neuen Oberbürgermeister
Markus Schlemmer von der Christlich-Sozialen Union (CSU) hat sich in der Stichwahl gegen Amtsinhaber Jürgen Herzing (SPD) durchgesetzt. Das Ergebnis beendet eine 50-jährige Ära der Sozialdemokraten an der Spitze der Stadt.
Die Wahl erfolgte in zwei Runden. Am 8. März erhielt Herzing 38,2 Prozent der gültigen Stimmen, während Schlemmer auf 41,1 Prozent kam. Da keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit erreichte, kam es zur Stichwahl.
Beim entscheidenden Urnengang am Sonntag sicherte sich Schlemmer 56,3 Prozent der Stimmen, Herzing erhielt 43,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 47,5 Prozent.
Seit 1970 hatte die SPD in Aschaffenburg das Bürgermeisteramt inne. Klaus Herzog führte die Stadt 20 Jahre lang, bis Herzing 2020 sein Nachfolger wurde. Mit Schlemmers Sieg endet nun diese lange Tradition.
Sein offizieller Amtsantritt ist für den 1. Mai vorgesehen.
Die Wahl markiert einen politischen Wechsel in Aschaffenburg nach einem halben Jahrhundert unter SPD-Führung. Schlemmer ist zudem der erste CSU-Oberbürgermeister der Stadt seit Jahrzehnten. Seine Amtszeit beginnt im kommenden Monat.






