ATU rüstet Filialen mit Hochgeschwindigkeits-Ladestationen für die E-Mobilität auf
Ben SchmidtATU rüstet Filialen mit Hochgeschwindigkeits-Ladestationen für die E-Mobilität auf
ATU, Deutschlands größte Autodienst-Kette, baut sein Schnellladenetz für Elektrofahrzeuge aus. Das Unternehmen arbeitet dafür mit dem E-Mobilitätsanbieter Gepvolt zusammen, um an seinen Standorten Hochleistungs-Ladestationen einzurichten. Der Schritt markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg, ATU-Filialen zu zentralen Knotenpunkten der Elektromobilität umzugestalten.
Die erste Niederlassung mit einer speziellen Servicebucht für Elektro- und Hybridfahrzeuge eröffnete Anfang 2026 in Weiden in der Oberpfalz. Nun soll die Partnerschaft diese Entwicklung bundesweit beschleunigen.
Aktuell betreibt ATU an 117 Standorten Schnellladesäulen. Im Rahmen der neuen Vereinbarung erhalten 20 weitere Filialen Hochgeschwindigkeits-Ladestationen, kombiniert mit intelligenten Batteriespeichersystemen von Gepvolt. Diese Lösung ermöglicht schnelles Laden, ohne dass teure Stromnetz-Ausbauten notwendig sind.
Gepvolt ist spezialisiert auf den Bau und Betrieb von Schnellladeinfrastruktur in Verbindung mit leistungsstarken Speichersystemen. Die Technologie garantiert eine zuverlässige Ladekapazität – selbst in Regionen mit begrenztem Netzanschluss. Langfristig ist geplant, rund 275 weitere ATU-Standorte mit ähnlichen Systemen auszustatten.
Das Unternehmen bereitet sich seit Jahren auf die Elektrowende vor: Jede Filiale beschäftigt mittlerweile mindestens einen Fachmann mit Hochvolt-Stufe-2-Zertifizierung. Schulungsprogramme und Investitionen in neue Technologien haben die Grundlage für diese Expansion geschaffen.
ATU-Chef Sebastian Jarantowski bezeichnete das Projekt als zentralen Bestandteil der Unternehmensstrategie. Ziel sei es, die Servicecenter zu regionalen Mobilitätsdrehscheiben weiterzuentwickeln, die Fahrzeugwartung mit nahtlosen Ladeerlebnissen verbinden. Wie viele Standorte bereits sowohl Schnelllader als auch Gepvolts Speichersysteme nutzen, blieb jedoch ungenannt.
Bis 2026 sollen 20 ATU-Filialen aufgerüstet werden, langfristig sind fast 300 weitere geplant. Die Initiative baut auf bestehenden Schulungen und Infrastrukturinvestitionen auf. Durch die Kombination von Service und Laden will ATU eine Schlüsselrolle im deutschen Wandel zur Elektromobilität einnehmen.






