Augsburg sichert sich mit neuem Vorkaufsrecht Einfluss auf Haunstetten-Südwest
Johanna MüllerAugsburg sichert sich mit neuem Vorkaufsrecht Einfluss auf Haunstetten-Südwest
Der Augsburger Stadtrat hat eine neue Satzung zur Steuerung der Bodenentwicklung im Gebiet Haunstetten-Südwest eingeführt. Die Regelung räumt der Stadt ein besonderes Vorkaufsrecht bei Grundstücksverkäufen ein. Sie wurde am 23. Juni 2022 offiziell beschlossen und trat eine Woche später in Kraft.
Die Satzung ist seit dem 1. Juli 2022 gültig. Sie ermöglicht es Augsburg, in Grundstücksgeschäfte innerhalb der ausgewiesenen Zone einzugreifen. Mit dieser Befugnis sollen Preisspekulationen eingedämmt und die künftige Entwicklung gezielt gesteuert werden.
Aktuell befindet sich etwa 20 Prozent des Gebiets in Haunstetten-Südwest im Besitz der Stadt. Die übrigen Flächen gehören mehr als 100 privaten Eigentümern. Die meisten dieser Grundstücke sind derzeit noch nicht baureif und müssen vor einer Bebauung umgestaltet werden.
Durch den Erwerb weiterer Flächen kann die Stadt die städtische und landschaftliche Planung effektiver lenken. Der Schritt stellt zudem sicher, dass die Entwicklung mit den langfristigen Zielen für das Gebiet im Einklang steht.
Die neue Satzung gibt Augsburg mehr Kontrolle über die Bodennutzung in Haunstetten-Südwest. Sie verhindert spekulative Preissteigerungen und fördert eine geordnete Entwicklung. Die Stadt verfügt nun über die notwendigen Instrumente, um ihre Planungsziele wie vorgesehen umzusetzen.






