Autoritäten Enttarnen Flächendeckendes Netzwerk Falscher Hochzeitsbetrug
Admin UserErmittler Enttarnen Behaupteten Betrug Bei Scheinehen - Autoritäten Enttarnen Flächendeckendes Netzwerk Falscher Hochzeitsbetrug
Behörden haben einen groß angelegten Betrug mit Scheinehen aufgedeckt, an dem vor allem nigerianische Staatsbürger und kriminelle Netzwerke aus Osteuropa beteiligt sind. Die Ermittlungen, die sich auf Nürnberg, Bamberg, Berlin und Essen erstrecken, haben eine systematisch organisierte Operation ans Licht gebracht – die mutmaßlichen Drahtzieher werden jedoch weiterhin auf freiem Fuß gehalten. Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch einen deutlichen Anstieg von Anträgen auf EU-Aufenthaltskarten auf Basis von Eheschließungen, die von nigerianischen Bürgern in Nürnberg gestellt wurden. Bayerische Fahnder stießen daraufhin auf zahlreiche angebliche Scheinehen, bei denen die Paare weder zusammenlebten noch einen gemeinsamen Haushalt führten. Die Trauungen fanden in Standesämtern in Rom und Athen statt, wobei ungarische Staatsbürger als Ehepartner angeworben wurden. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von einem systematischen Betrug aus. An den Razzien waren 92 Beamte, zehn Mitarbeiter der Ausländerbehörde und sieben Staatsanwälte beteiligt. Bisher wurden in den durchsuchten Wohnungen jedoch nur nigerianische Bürger sowie zwei Personen ohne gültigen Aufenthaltstitel angetroffen. Nun konzentrieren sich die Ermittler darauf, die Hintermänner dieser kriminellen Netzwerke zu identifizieren und festzunehmen. Die Untersuchungen zu den Scheinehen laufen weiter, wobei die Behörden entschlossen sind, die beteiligten kriminellen Strukturen zu zerschlagen. Im Mittelpunkt steht nun die Fahndung nach den mutmaßlichen Drahtziehern dieses systematischen Betrugs, die vor allem mit osteuropäischen Verbrecherbanden in Verbindung stehen.