Bari Weiss expandiert ihren Medieneinfluss – und polarisiert in Großbritannien
Johanna MüllerBari Weiss expandiert ihren Medieneinfluss – und polarisiert in Großbritannien
Bari Weiss baut ihren medialen Einfluss über die USA hinaus aus. Kürzlich traf sie sich mit britischen Journalisten, darunter Justin Webb von der BBC, um mögliche Kooperationen zu besprechen. Ihr wachsendes Engagement stößt in britischen Medienkreisen auf sowohl Interesse als auch Skepsis.
Weiss, die inzwischen bei CBS News tätig ist, hat seit ihrem Amtsantritt mutige Schritte unternommen. Sie verpflichtete Trevor Phillips als leitenden Korrespondenten für globale Angelegenheiten und lobte seine Fähigkeit, „durch den Lärm zu schneiden“ und unbequeme Wahrheiten zu verfolgen. Ihre Umstrukturierungen bei CBS – darunter auch Veränderungen bei 60 Minutes – sorgen in Großbritannien für Aufmerksamkeit, nicht zuletzt wegen ihrer wahrgenommenen Nähe zur Regierung von Donald Trump.
The Free Press, das von ihr mitgegründete Medium, wurde kürzlich von Paramount Skydance übernommen. Zudem konnte der Kommentator Douglas Murray gewonnen werden – ein weiteres Zeichen für Expansion. Weiss hat offen ihr Interesse am britischen Markt bekundet und sucht den Austausch mit unabhängigen Denkern.
Die seit 2017 bestehende Partnerschaft zwischen CBS News und BBC News konzentriert sich auf den Austausch von Filmaufnahmen und redaktionellen Ressourcen. Doch innerhalb der BBC gibt es Bedenken hinsichtlich Weiss’ redaktioneller Ausrichtung. Ein BBC-Sprecher betonte die redaktionelle Unabhängigkeit des Senders und versicherte, dass man in allen Kooperationen eigene Maßstäbe setze.
Die Zusammenarbeit zwischen CBS und BBC News bleibt zwar bestehen, doch unter BBC-Mitarbeitern halten sich Fragen zur Neutralität. Weiss’ Treffen und Personalentscheidungen deuten darauf hin, dass ihre Ambitionen weit über den US-Medienmarkt hinausreichen.






