Bayerischer Wohnungsmarkt zeigt 2025 erste Erholungszeichen nach jahrelangem Rückgang
Ben SchmidtMehr neue Apartments in Bayern genehmigt - Bayerischer Wohnungsmarkt zeigt 2025 erste Erholungszeichen nach jahrelangem Rückgang
Erste Anzeichen der Erholung im bayerischen Wohnungsmarkt 2025 nach drei Jahren des Rückgangs
Im Jahr 2025 gab es im bayerischen Wohnungssektor erste Anzeichen einer Erholung nach drei Jahren des Rückgangs. Die Genehmigungen für Wohngebäude stiegen um 5,1 % auf 54.149 bewilligte Wohneinheiten. Dennoch liegen die Zahlen weiterhin deutlich unter dem Niveau vor dem Ukraine-Krieg: 2021 waren noch 80.344 Baugenehmigungen erteilt worden.
Den größten Zuwachs verzeichneten Einfamilienhäuser mit 11.665 genehmigten Einheiten. Auch bei Mehrfamilienhäusern gab es ein Plus – die Genehmigungen stiegen um 835 auf 26.824 Wohneinheiten. Studentenwohnheime und Wohngemeinschaften steuerten weitere 568 Einheiten bei, sodass sich ihre Gesamtzahl auf 2.756 belief.
Modernisierungen und Erweiterungen bestehender Gebäude brachten zusätzlich 8.637 neue Wohneinheiten hervor. Nicht alle Wohnformen profitierten jedoch von der Entwicklung: Bei Zweifamilienhäusern gingen die Genehmigungen um 288 auf 3.052 zurück, und bei Nichtwohngebäuden mit Wohnnutzung verringerten sie sich um 328 auf nur noch 1.215 neue Wohnungen.
Die regionalen Unterschiede fielen deutlich aus. Fünf der sieben bayerischen Regierungsbezirke verzeichneten Zuwächse, wobei Mittelfranken mit einem Plus von 42 % an der Spitze lag. Südbayern hatte dagegen mit Rückgängen zu kämpfen: Oberbayern verlor 9,4 %, Schwaben 9,9 %. Während die ländlichen Landkreise insgesamt ein Wachstum von 7,7 % verzeichneten, mussten die fünf Großstädte ein Minus von 5,3 % hinnehmen.
Die Zahlen für 2025 markieren den ersten Anstieg bei Wohnungsgenehmigungen seit 2021, doch die Gesamtzahl bleibt deutlich hinter den Vorjahren zurück. Ein- und Mehrfamilienhäuser trugen die Erholung, während einige Regionen und Wohnformen weiterhin hinterherhinkten. Die Daten zeigen sowohl Fortschritte als auch anhaltende Herausforderungen auf dem bayerischen Wohnungsmarkt.