22 March 2026, 20:24

Bayern führt 2026 den Wasserpfennig ein – doch die Kosten bleiben unklar

Überschwemmte Straße in Hamburg, Deutschland mit Wasser bedeckten Straße, Polen, Schilder, Gebäude, Brücke unter einem bewölkten Himmel.

Bayern führt 2026 den Wasserpfennig ein – doch die Kosten bleiben unklar

Ab Juli 2026 führt Bayern eine neue Abgabe auf Grundwasserentnahmen ein, den sogenannten Wasserpfennig. Damit schließt sich das Bundesland anderen Ländern an, die bereits ähnliche Gebühren erheben. Ziel der Maßnahme ist die Finanzierung von Gewässerschutzprojekten – die genauen Kosten stehen jedoch noch nicht fest.

Das Prinzip einer Wasserabgabe ist in Deutschland nicht neu: Baden-Württemberg erhebt sie bereits seit 1988, Berlin und Hamburg zogen 1989 nach. Sachsen-Anhalt führte die Gebühr 2011 ein. Die Höhe variiert je nach Bundesland und liegt derzeit zwischen null und 31 Cent pro Kubikmeter.

Bayerns geplanter Wasserpfennig wird dieses Flickwerk aus unterschiedlichen Regelungen erweitern. Eine bundesweit einheitliche Wasserabgabe wird vor 2030 nicht erwartet. Bis dahin müssen Unternehmen und Haushalte, die Grundwasser fördern, je nach Standort mit unterschiedlichen Kosten rechnen.

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Die Einnahmen aus der Abgabe fließen in den Schutz der Wasserressourcen – etwa in Maßnahmen gegen Verschmutzung, zur Bewältigung von Engpässen und zur Instandhaltung der Infrastruktur. Noch steht nicht fest, wie viel Unternehmen und Landwirte pro Kubikmeter zahlen müssen.

Mit der Einführung des Wasserpfennigs in der zweiten Jahreshälfte 2026 erweitert Bayern das bestehende System der länderspezifischen Gebühren. Zwar ist die genaue Höhe noch offen, doch die eingenommenen Mittel sollen dem Gewässerschutz zugutekommen. Eine bundesweite Vereinheitlichung bleibt vorerst Zukunftsmusik – die regionalen Unterschiede bestehen fort.

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