Bayern führt wieder striktes Handyverbot an Grund- und Mittelschulen ein
Johanna MüllerMobiltelefone sollen in bayerischen Schulen bis zur 8. Klasse erneut verboten werden - Bayern führt wieder striktes Handyverbot an Grund- und Mittelschulen ein
Bayern führt striktes Handyverbot an Schulen wieder ein
Bayern hat ein strenges Verbot von Mobiltelefonen an Schulen wieder eingeführt. Die neuen Regeln untersagen Schülerinnen und Schülern die Nutzung ihrer Geräte während der ersten sieben Schuljahre. Die Entscheidung kehrt eine frühere Lockerung der Vorschriften um und folgt einem Versprechen von Ministerpräsident Markus Söder vom vergangenen September.
Das Verbot gilt für alle Schulformen im Freistaat, einschließlich der Mittelschulen, in denen Fünft- und Sechstklässler gemeinsam unterrichtet werden. Für diese Jahrgangsstufen bleibt es dauerhaft in Kraft. Trotz der verschärften Regelungen hatten bereits viele Schulen ähnliche Richtlinien – die Änderung wird den Schulalltag daher nicht grundlegend verändern.
Ausnahmen sind dennoch möglich: Lehrkräfte dürfen die Nutzung von Handys erlauben, wenn die Geräte für den Unterricht oder andere genehmigte Aktivitäten benötigt werden. Der Beschluss wurde vom Kabinett nach Söders Ankündigung im Herbst gefasst.
Während Bayern das Verbot konsequent durchsetzt, haben andere Bundesländer in den letzten Jahren keine vergleichbaren Maßnahmen eingeführt. Zwar gibt es einen Vorschlag der CDU für bundesweite "digitale Schutzzonen" an Schulen bis zur 10. Klasse, doch bisher wurde keine übergreifende Initiative umgesetzt.
Die Regelung betrifft alle Schülerinnen und Schüler bis einschließlich der siebten Jahrgangsstufe. Den Schulen bleibt dabei ein gewisser Spielraum, um Handys bei Bedarf für Lehrzwecke zuzulassen. Der Schritt unterstreicht Bayerns Haltung, digitale Ablenkungen im Unterricht einzudämmen.






