14 June 2026, 02:23

Bayern plant 600 neue Windräder – doch die 10H-Regel bremst den Ausbau

Bayerischer Minister will Windkraftleistung verdoppeln

Bayern plant 600 neue Windräder – doch die 10H-Regel bremst den Ausbau

Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger hat Pläne bekannt gegeben, in den nächsten zehn Jahren mindestens 600 neue Windkraftanlagen im Freistaat zu errichten. Damit soll die aktuelle Windenergiekapazität verdoppelt werden, die derzeit bei 1.138 Anlagen liegt – von insgesamt 28.000 in ganz Deutschland.

Bayern ist bereits Spitzenreiter bei der Solarenergieerzeugung und belegt Platz zwei bei der Wasserkraft. Dennoch sieht Aiwanger weiteren Handlungsbedarf, um die Windkraft auszubauen. Er schlägt vor, Vorranggebiete von der strengen 10H-Regelung auszunehmen, die vorsieht, dass Windräder mindestens das Zehnfache ihrer Höhe von Wohngebieten entfernt aufgestellt werden müssen.

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Der Minister regte zudem einen „massiven Vorstoß in die Wälder“ für neue Anlagen an. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung der lokalen Akzeptanz in der Bevölkerung für solche Projekte. Eine pauschale Freigabe von zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft lehnte er jedoch als undurchführbar ab.

Am kommenden Donnerstag stimmt der Landtag über einen Antrag der SPD ab, die 10H-Regelung abzuschaffen. Das Ergebnis könnte die Zukunft des Windkraftausbaus in Bayern entscheidend prägen.

Falls die Pläne umgesetzt werden, würde sich die Windkapazität Bayerns deutlich erhöhen. Die Befreiung von Vorranggebieten von der 10H-Regel könnte die Entwicklung beschleunigen. Die Abstimmung am Donnerstag wird zeigen, ob die regulatorischen Änderungen vorankommen.

Quelle