29 June 2026, 18:28

BayernLB erwägt Klagen wegen Hypo-Alpe-Adria-Milliardendeals aus 2007

Binder Grosswang will Verluste für Bayern bei Hypo Alpe Adria geltend machen

BayernLB erwägt Klagen wegen Hypo-Alpe-Adria-Milliardendeals aus 2007

Die BayernLB prüft rechtliche Schritte im Zusammenhang mit ihrer Verstrickung in den Fall Hypo Alpe Adria. Die Bank hat die Kanzlei Binder Grösswang damit beauftragt, mögliche Ansprüche zu prüfen. Der Schritt folgt auf jahrelange finanzielle Folgen der umstrittenen Übernahme.

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2007 hatte die BayernLB die Hypo Alpe Adria erworben – ein Deal, der nun unter die Lupe genommen wird. Staatsanwälte werfen vor, dass die finanziellen Probleme der Bank bereits bekannt gewesen und möglicherweise während des Verkaufs verschleiert worden seien. Die ursprünglichen Verträge enthielten Klauseln, die die Verkäufer von künftigen Haftungsansprüchen wegen Schäden freistellten.

Durch die Transaktion erlitt die BayernLB Milliardenverluste. Rechtsexperten argumentieren, dass die Bank diese Haftungsausschlüsse anfechten könnte, falls Fehlverhalten nachgewiesen wird. Eine mögliche Klage könnte sich gegen das Bundesland Kärnten, die Mitarbeiterstiftung der Hypo Group Alpe Adria sowie die Vermögensverwaltungsfirma von Tilo Berlin richten.

Die Ermittlungen laufen noch, und es wurden bisher keine Anklagen erhoben. Die Unschuldsvermutung gilt weiterhin für alle Beteiligten. Ein erfolgreicher Prozess könnte der BayernLB ermöglichen, einen Teil ihrer erheblichen Verluste zurückzuerlangen.

Quelle