11 June 2026, 08:11

Bayerns erstes klimaneutrales Rechenzentrum entsteht in Passau mit innovativer Wärmenutzung

Data Center: Bayerisches Staatsministerium für Digitalisierung entwickelt klimaneutrales Konzept mit der Universität Passau

Bayerns erstes klimaneutrales Rechenzentrum entsteht in Passau mit innovativer Wärmenutzung

Das bayerische Staatsministerium für Digitales hat sich mit der Universität Passau zusammengeschlossen, um ein klimaneutrales Rechenzentrum zu errichten. Die Anlage entsteht auf dem Campus der Hochschule und wird größtenteils mit erneuerbaren Energien betrieben. Sie ist Teil der bayerischen Bemühungen, bis 2040 oder früher Klimaneutralität zu erreichen.

Die Universität Passau bringt in das Projekt umfangreiches Know-how in den Bereichen nachhaltige Energien und urbanes Gärtnern ein. Auf ihrem Gelände entsteht das neue Bayerische Grüne Rechenzentrum, das auf minimale Umweltbelastung ausgelegt ist. Eine große Photovoltaikanlage wird den Strom liefern, während überschüssige Abwärme für intelligente urbane Gartenbauprojekte genutzt wird.

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Ein angeschlossenes Gewächshaus wird die Abwärme nutzen, um Pflanzen zu züchten, die CO₂ binden. Zudem soll durch eine effizientere Steuerung der KI-Serverlasten der Ausstoß weiter reduziert werden. Langfristig hoffen die Verantwortlichen, dass das Zentrum nicht nur klimaneutral, sondern sogar klimapositiv wirken wird.

Deutsche Rechenzentren verbrauchten 2020 rund 16 Milliarden Kilowattstunden – ein deutlicher Anstieg gegenüber 10 Milliarden im Jahr 2010. Das bayerische Modell soll Maßstäbe für ähnliche Einrichtungen in der Region und bundesweit setzen.

Die Initiative will zeigen, wie Rechenzentren nachhaltig betrieben werden können. Durch die Kombination aus erneuerbaren Energien, Wärmerückgewinnung und intelligenter Lastensteuerung könnte das Projekt den Weg für eine breitere Umsetzung ebnen. Die Landesregierung sieht darin einen entscheidenden Schritt hin zu ihrem Klimaziel 2040.

Quelle