Bayerns neuer Großspeicher stabilisiert Stromnetz mit 30 Megawattstunden
Elias BraunBayerns neuer Großspeicher stabilisiert Stromnetz mit 30 Megawattstunden
Die Bayernwerk Natur GmbH hat die Intilion AG mit dem Bau eines großflächigen Batteriespeichersystems in Bayern beauftragt. Das Projekt am Umspannwerk Reisgang soll erneuerbare Energien für das Stromnetz speichern und verwalten. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen; die Inbetriebnahme ist noch in diesem Jahr geplant.
Die neue Anlage wird eine Leistung von 15 Megawatt und eine Kapazität von 30 Megawattstunden aufweisen. Sie nutzt Lithium-Eisenphosphat-Batterien, die für ihre Sicherheit und Langlebigkeit bekannt sind. Das System speichert überschüssige Energie aus Quellen wie Solaranlagen und gibt sie bei Bedarfsspitzen wieder ins Netz ab.
Intilion konzipiert den Speicher als modulare Containerlösung, die Batterieeinheiten, Wechselrichter und Transformatoren in transportablen Containern vereint. Zudem hat das Unternehmen für das Projekt eine eigene Steuerungstechnik entwickelt.
Das System basiert auf zwei zentralen Komponenten: der Anwendungssteuereinheit (IAU, Application Unit) und der Systemsteuereinheit (ICU, Control Unit). Die IAU koordiniert den Gesamtbetrieb, stellt die Verbindung zu externen Netzen her und sorgt dafür, dass das System die Netzvorgaben einhält. Zudem steuert sie Funktionen wie die Bereitstellung von Regelenergie zur Stabilisierung der Netzfrequenz. Die ICU hingegen vernetzt alle Hardwarekomponenten, regelt die Wechselrichter, überwacht die Klimatisierung und integriert Brandschutzmaßnahmen.
Mit einer feierlichen Grundsteinlegung am Standort Reisgang wurden die Bauarbeiten Anfang dieses Monats offiziell eingeleitet. Nach Fertigstellung wird das Speichersystem dazu beitragen, Angebot und Nachfrage im regionalen Stromnetz auszugleichen.
Die geplante Netzanschluss des Batteriespeicherprojekts ist vor 2025 vorgesehen. Es unterstützt die Bemühungen der Bayernwerk Natur, erneuerbare Energien in das Netz zu integrieren und gleichzeitig die Netzstabilität zu gewährleisten. Dank des modularen Aufbaus und der fortschrittlichen Steuerungstechnik lässt sich die Anlage flexibel einsetzen – sowohl für kurzfristige Reserveleistung als auch für das langfristige Energiemanagement.






