Bellevue-Schloss wird saniert – Steinmeiers Team zieht vorübergehend um
Ben SchmidtRenovierung von Schloss Bellevue steht bevor - Kosten unklar - Bellevue-Schloss wird saniert – Steinmeiers Team zieht vorübergehend um
Schloss Bellevue, der offizielle Amtssitz von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, wird ab März umfassend saniert. Die Baumaßnahmen betreffen sowohl das historische Schloss als auch das benachbarte Verwaltungsgebäude, in dem rund 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untergebracht sind. Wichtige Details wie die Gesamtkosten und der Fertigstellungstermin stehen jedoch noch nicht fest.
Die Sanierung soll langjährige bauliche und technische Mängel beheben. Dazu zählen ein undichtes Dach, defekte Belüftungsanlagen und veraltete Brandschutzsysteme. Auch das zwischen 1995 und 1998 errichtete benachbarte Bundespräsidialamt benötigt eine vollständige Modernisierung der Infrastruktur, einschließlich eines zeitgemäßen Brandschutzes.
Während der Arbeiten wird Steinmeier und sein Team in eine vorübergehende Unterkunft in der Nähe des Bundeskanzleramts umziehen, deren Bau 205 Millionen Euro gekostet hat. Der Umzug ist für März geplant, doch weder das endgültige Budget noch der Zeitplan wurden bisher bestätigt. Unklar bleibt, wie hoch die Sanierungskosten ausfallen und wann die Maßnahmen abgeschlossen sein werden. Das Projekt umfasst sowohl das Schloss aus dem 18. Jahrhundert als auch den modernen Bürokomplex. Trotz der Dringlichkeit werden Finanzierung und Zeitplan noch verhandelt.
Die Verlegung von Personal und Präsident beginnt im März; die Arbeit wird dann vorerst von einem Interimsstandort aus fortgeführt. Die fehlende Klarheit über Budget und Zeitrahmen sorgt für zusätzliche Unsicherheit. Nach Abschluss der Sanierung sollen jedoch die kritischen Sicherheits- und Technikmängel in beiden Gebäuden behoben sein.