07 June 2026, 12:12

BMW setzt auf Schienenlogistik für Elektroauto-Boom in Regensburg

BMW nutzt den Medway-Bahnservice für Fahrzeugtransporte

BMW setzt auf Schienenlogistik für Elektroauto-Boom in Regensburg

Europäische Autobauer drängen auf mehr Güterverkehrskapazitäten auf der Schiene – nach jüngsten Netzproblemen in Deutschland

Die Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem BMW die Produktion von Elektrofahrzeugen in seinem Werk Regensburg ausbaut. Um den wachsenden Transportbedarf zu decken, laufen derzeit Modernisierungen der Schieneninfrastruktur.

Das BMW-Werk Regensburg spielt eine zentrale Rolle bei der Umstellung des Konzerns auf Elektromobilität. Seit November 2021 fertigt das Werk den iX1 und stellt vor Ort auch Batterien her. Zudem laufen dort die Modelle BMW X1, X2 sowie deren Plug-in-Hybrid-Varianten vom Band, ebenso wie die 1er-Reihe und der 2er Gran Tourer.

Das Unternehmen strebt an, dass bis 2030 jedes dritte Fahrzeug in seinen bayerischen Standorten – Regensburg, Dingolfing und München – voll elektrisch sein soll. Um die Logistik zu unterstützen, betreiben Speditionen wie Medway, eine Tochter des MSC-Konzerns, zweimal wöchentlich Zugverbindungen. Diese verbinden die zusammengeschlossenen Häfen Antwerpen und Zeebrugge mit den BMW-Produktionsstätten.

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2022 kündigte die Deutsche Bahn (DB) ein 13,6-Milliarden-Euro-Investitionsprogramm an. Die Mittel, die von Bund und Ländern mitgetragen werden, fließen in die Modernisierung von 1.800 Kilometern Gleis, 140 Brücken und 800 Bahnhöfen. Ziel ist es, die Kapazitäten auszubauen, die Effizienz zu steigern und digitale Systeme im gesamten Netz einzuführen.

Die Schienenmodernisierung soll Engpässe im Transport für Autobauer wie BMW verringern. Mit erweiterten Kapazitäten kann das Unternehmen mehr Fahrzeuge zwischen Werken und Häfen bewegen. Die Maßnahmen sind zudem Teil des größeren Vorhabens Deutschlands, die Güterverkehrsinfrastruktur zu modernisieren.

Quelle