Bosch setzt Milliarden auf Elektromobilität – trotz Rückschlägen beim autonomen Fahren
Johanna MüllerBosch setzt Milliarden auf Elektromobilität – trotz Rückschlägen beim autonomen Fahren
Bosch, der weltweit größte Automobilzulieferer, hat ehrgeizige Pläne für seine Zukunft vorgestellt. Das Unternehmen bleibt zwar seinem Kerngeschäft im Automobilbereich treu, setzt aber gleichzeitig stark auf die Elektromobilität. Geschäftsführer Volkmar Denner präsentierte diese Strategie auf der IAA Mobility in München.
Der Automobilzulieferbereich bleibt das wichtigste Standbein von Bosch. Dennoch investiert das Unternehmen fünf Milliarden Euro in die Elektrofahrzeug-Technologie, wobei für das Jahr 2021 zusätzlich 700 Millionen Euro vorgesehen sind. Bis Jahresende rechnet Bosch allein in diesem Bereich mit Umsätzen von über einer Milliarde Euro.
Denner prognostizierte zudem, dass die Erlöse aus der Elektrofahrzeug-Sparte bis 2025 auf fünf Milliarden Euro steigen könnten. Laut Bosch werden bis 2035 rund 60 Prozent der Neuwagen weltweit elektrisch sein. Bereits jetzt verzeichnet das Geschäft mit Fahrerassistenzsystemen ein rasantes Wachstum – allein 2021 stieg der Umsatz hier um über 40 Prozent.
Allerdings gibt es auch Rückschläge: Im Bereich autonomes Fahren musste Bosch kürzlich einen Dämpfer hinnehmen, nachdem der Partner Daimler seine Pläne für Robota-Taxis im Massenmarkt zurückgestuft hat.
Für das Jahr 2021 erwartet Bosch in seiner Automobilsparte ein Umsatzplus von zehn Prozent. Das Unternehmen balanciert dabei zwischen seinen traditionellen Stärken und massiven Investitionen in Zukunftstechnologien. Die Elektromobilität bleibt ein zentraler Pfeiler der langfristigen Strategie.






