Bund Naturschutz Ottobeuren ehrt langjährige Helfer und diskutiert Lichtverschmutzung
Johanna MüllerBund Naturschutz Ottobeuren ehrt langjährige Helfer und diskutiert Lichtverschmutzung
Die Ortsgruppe Ottobeuren des Bund Naturschutz (BN) hielt ihre jährliche Mitgliederversammlung im Silachstube-Saal des Gasthofs Mohren ab. Die Anwesenden trafen sich, um langjährige Ehrenamtliche zu würdigen und drängende Umweltthemen zu erörtern – darunter das wachsende Problem der Lichtverschmutzung.
Ein Höhepunkt des Abends war ein Vortrag von Robert Blasius, der im Namen einer Initiative über die Auswirkungen künstlicher Beleuchtung auf Natur und menschliche Gesundheit sprach.
Den Auftakt bildete die Ehrung verdienter Mitglieder. Wer sich seit über 40 Jahren für den BN engagiert, erhielt eine Urkunde und eine silberne Anstecknadel. Besonders gewürdigt wurde Wendelin Schindele, eine Schlüsselfigur der Gruppe, der als "Architekt" des örtlichen Kräutergartens gilt. Seit dessen Entstehung im Jahr 1998 hat sich der Garten zu einem Ort der Ruhe entwickelt, der zum Innehalten und stillen Beobachten einlädt. Als Zeichen der Anerkennung erhielt Schindele ein farbenfrohes Poster, einen Geschenkkorb vom Eine-Welt-Laden sowie eine kleine Ehrebezeugung für seinen verstorbenen Weggefährten Harald Mader.
Im weiteren Verlauf richtete sich der Fokus auf das Thema Lichtverschmutzung. Robert Blasius, Vertreter einer Initiative gegen übermäßige künstliche Beleuchtung, referierte über deren schädliche Folgen. Studien belegen, dass aufgehellte Nachthimmel natürliche Rhythmen stören und sowohl der Tierwelt als auch dem menschlichen Wohlbefinden schaden. Satellitenaufnahmen zeigen, dass wohlhabende Nationen und Küstenstädte nachts intensiv leuchten, während ärmere Regionen weitgehend im Dunkeln bleiben. Entgegen der verbreiteten Annahme ereignen sich die meisten Einbrüche und Gewaltverbrechen am Tag – ein Argument, das die Behauptung infrage stellt, nächtliche Beleuchtung erhöhe die Sicherheit.
Trotz der Diskussion blieben aktuelle Details zur Initiative – wie Name, Projekte oder Kampagnen – offen, sodass Fragen zu ihren jüngsten Aktivitäten unbeantwortet blieben.
Die Veranstaltung stand somit im Zeichen lokaler Erfolge und übergreifender Umweltfragen. Langjährige Mitglieder wurden für ihr Engagement geehrt, während die Lichtverschmutzung eine Debatte über ihre ökologischen und sozialen Auswirkungen anregte. Zum Abschluss betonte man die anhaltende Notwendigkeit, menschliches Handeln mit dem Schutz natürlicher Kreisläufe in Einklang zu bringen.






