29 June 2026, 18:28

Bundespolizei droht Blackout bei Körperkameras bis 2023

Bahnhofssicherheit - Bundespolizei leidet unter Bodycam-Mangel

Bundespolizei droht Blackout bei Körperkameras bis 2023

Bundespolizei droht Ausfall von Körperkameras

Die deutschen Bundespolizisten könnten bald ohne funktionierende Körperkameras dastehen. Der aktuelle Hersteller stellt die Unterstützung ein, und eine Ausschreibung für Ersatzgeräte ist gescheitert. Damit riskieren die Beamten, bis 2023 ein zentrales Instrument für Beweissicherung und Eigenschutz zu verlieren.

Die Bundespolizei hatte geplant, 2.500 neue Körperkameras zu beschaffen – mit der Option auf weitere 1.500 Geräte – zu Kosten von fünf Millionen Euro. Die Kameras sind entscheidend, um in Konfliktsituationen, etwa an Bahnhöfen, zu deeskalieren und liefern bei Straftaten wichtige Beweismittel. Einige Modelle lassen sich sogar mit den Elektroschockpistolen der Beamten koppeln.

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Die Ausschreibung platzte, nachdem zusätzliche Anforderungen wie austauschbare Akkus die Offerte für Lieferanten unattraktiv machten. Da der bisherige Hersteller seine Unterstützung einstellt, hoffen die Behörden nun auf eine vorübergehende Verlängerung des Service. Das würde zwar Millionen kosten, könnte aber einen kompletten Engpass im kommenden Jahr verhindern.

Das Innenministerium steht unter Druck, die Krise schnell zu lösen. Ohne Gegenmaßnahmen könnten die Beamten bald ohne einsatzfähige Körperkameras auskommen müssen. Das Scheitern der Ausschreibung und der Wegfall der Herstellerunterstützung haben eine kritische Versorgungslücke geschaffen.

Quelle