08 May 2026, 20:13

Bundesrat blockiert Merz' steuerfreien Entlastungsbonus für Arbeitnehmer

Offenes Buch mit handgeschriebenem Text und Wasserzeichen, wahrscheinlich ein Dokument der Bundesrepublik Deutschland.

Bundesrat blockiert Merz' steuerfreien Entlastungsbonus für Arbeitnehmer

Der deutsche Bundesrat hat einen geplanten steuerfreien Entlastungsbonus für Arbeitnehmer abgelehnt. Die Maßnahme, die von Bundeskanzler Friedrich Merz unterstützt wurde, war Teil eines umfassenden Wirtschaftspakets, das die Folgen des Iran-Konflikts abfedern sollte. Widerstand kam von einer breiten Koalition von Landesregierungschefs, darunter auch Mitglieder von Merz’ eigener Partei.

Der Plan sah vor, den Bonus über Beiträge der Unternehmen zu finanzieren. Kritiker warnten jedoch, dass zwei Drittel der entgangenen Steuereinnahmen die Haushalte der Länder und Kommunen belastet hätten. Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) warf der Bundesregierung vor, sich selbst finanziell abzusichern, während andere die Kosten tragen sollten.

Der CSU-Vorsitzende Markus Söder aus Bayern schloss sich anderen von CDU, SPD und Grünen geführten Bundesländern an, die den Vorschlag blockierten. Wolfgang Kubicki, stellvertretender FDP-Vorsitzender, nannte die Ablehnung „eine gute Nachricht“ und bezeichnete die ursprüngliche Idee als „einen unverantwortlichen halbgar ausgearbeiteten Plan von Anfang an“. Er fügte hinzu, der Bundesrat habe „die Bundesregierung vor sich selbst geschützt“.

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Oppositionsvertreter kritisierten das Scheitern umgehend. AfD-Chefin Alice Weidel behauptete, die CDU habe versucht, „ihre selbstverschuldete Belastung der Bürger auf die Unternehmen abzuwälzen“. Katharina Dröge, Co-Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, nannte das Ergebnis „ein Debakel für die Bundesregierung – und persönlich für Kanzler Merz“.

Die Blockade des Bonus lässt das gesamte Entlastungspaket in der Schwebe. Regierungschefs verschiedener Parteien lehnten die Maßnahme gemeinsam ab, da sie lokale Haushalte unangemessen belasten würde. Die Bundesregierung muss nun ihre Strategie zur wirtschaftlichen Unterstützung angesichts der anhaltenden Spannungen überdenken.

Quelle