Bundesregierung zahlt Millionen zu viel an Beamte im Ausland aus
Die deutsche Bundesregierung hat aufgrund eines Berechnungsfehlers zu hohe Auslandszulagen an Beamte im Ausland gezahlt. Der Fehler führte zu überhöhten Zahlungen an Mitarbeiter in Dutzenden von Auslandsvertretungen. Die Behörden haben das Problem inzwischen bei den diesjährigen Anpassungen korrigiert.
Der Fehler entstand, weil alle Lebenshaltungskosten als positive Werte erfasst wurden. Dadurch wurden die Einstufungen der Zonenstufen an 71 der 220 Auslandsstandorte verzerrt – darunter auch in Litauen, wo deutsche Truppen stationiert sind. In der Folge erhielten die Beamten höhere Zulagen, als ihnen zustanden.
Der finanzielle Schaden durch den Fehler wird auf etwa fünf Millionen Euro geschätzt. Das Auswärtige Amt prüft nun, ob es Schadensersatzansprüche gegen das für die Fehlberechnung verantwortliche Unternehmen geltend machen wird. Rechtliche Vorgaben verhindern jedoch, dass die Regierung die zu viel gezahlten Beträge von den betroffenen Mitarbeitern zurückfordert.
Die falsche Berechnung wurde in der jüngsten Aktualisierung der Zonenstufen behoben. Die Regierung wird die überzahlten Gelder nicht von den Beschäftigten zurückverlangen. Ob das für den Fehler verantwortliche Unternehmen mit finanziellen Konsequenzen rechnen muss, wird noch geprüft.






