CDU schließt Koalitionen mit Linken und AfD kategorisch aus – doch Wähler sind gespalten
Johanna MüllerCDU schließt Koalitionen mit Linken und AfD kategorisch aus – doch Wähler sind gespalten
Vor den anstehenden Landtagswahlen hat die CDU ihre Position klar bezogen: Sie wird weder mit der Linken noch mit der Alternative für Deutschland (AfD) eine Koalition eingehen. Doch ohne andere offensichtliche Partner könnte die Regierungsbildung ohne deren Unterstützung schwierig werden.
Umfragen zeigen eine gespaltene Haltung unter den Unionswählern. Fast die Hälfte würde ein Bündnis mit der Linken bevorzugen, während über ein Viertel lieber eine Zusammenarbeit mit der AfD sähe.
Die CDU-Führung bleibt jedoch unnachgiebig: Ein Bündnis mit der Linken oder der AfD kommt unabhängig vom Wahlergebnis nicht infrage. Diese Entscheidung fällt zu einem Zeitpunkt, an dem Umfragen nahelegen, dass keine der beiden Parteien ignoriert werden kann, wenn eine stabile Regierung gebildet werden soll.
Unter den CDU-Anhängern sind die Meinungen geteilt. Eine Erhebung ergab, dass 48 Prozent eine Koalition mit der Linken akzeptieren würden, während 27 Prozent einer Partnerschaft mit der AfD den Vorzug geben. Die übrigen Wähler lehnen beide Optionen ab oder sind unentschieden.
In Sachsen-Anhalt wird die Möglichkeit einer Minderheitsregierung nicht ausgeschlossen. Sollte keine Mehrheit zustande kommen, könnte die CDU mit der Linken in Einzelfragen zusammenarbeiten, statt eine vollständige Koalition einzugehen. Dieser Ansatz würde eine formelle Allianz vermeiden, aber dennoch die Verabschiedung von Gesetzen ermöglichen.
Die öffentliche Meinung zur Weigerung der CDU, mit der AfD zusammenzuarbeiten, ist gespalten. Fast die Hälfte der Befragten glaubt, dass die sogenannte „Brandmauer“ gegen die rechtspopulistische Partei dieser sogar nützt. Durch den Ausschluss der AfD von der Macht, so die Kritik, riskiere die CDU, deren Attraktivität bei enttäuschten Wählern zu steigern.
Mit ihrer Ablehnung sowohl der Linken als auch der AfD setzt die CDU klare Grenzen. Doch da fast die Hälfte ihrer eigenen Wähler einem Deal mit der Linken offen gegenübersteht, könnte der Druck wachsen, diese Haltung zu überdenken. In Sachsen-Anhalt könnten punktuelle Vereinbarungen der einzige Weg nach vorne sein.
Unterdessen hält die Debatte über den Ausschluss der AfD an. Falls die rechtspopulistische Partei von ihrer Isolation profitiert, könnte die Strategie der CDU nach der Wahl noch stärker in Frage gestellt werden.






