Dachser blickt auf 2019 zurück: Wachstum trotz schwächerer Luftfracht und Corona-Herausforderungen
Hannah BöhmDachser blickt auf 2019 zurück: Wachstum trotz schwächerer Luftfracht und Corona-Herausforderungen
Dachser-Chef Bernhard Simon präsentierte die Jahresbilanz 2019 im Rahmen einer Webkonferenz. Die Coronavirus-Pandemie zwang das Unternehmen, die Veranstaltung online abzuhalten, und sorgte für zusätzliche Unsicherheit bei der wirtschaftlichen Prognose. Simon räumte ein, dass zuverlässige Vorhersagen für das laufende Jahr aufgrund der Krise derzeit unmöglich seien.
Im Jahr 2019 verzeichnete Dachser einen konsolidierten Nettoumsatz von 5,66 Milliarden Euro – ein Plus von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Sparten Road Logistics legten um 2,9 Prozent auf 4,60 Milliarden Euro zu. Dagegen verbuchte Air & Sea Logistics einen Rückgang von 4,1 Prozent, bedingt durch eine schwächere Nachfrage nach Luftfracht seitens der Automobilindustrie.
Die Anzahl der Sendungen sank 2019 um 3,7 Prozent, während das Transportvolumen um 1,0 Prozent zurückging. Wie Simon erläuterte, hatte sich die wirtschaftliche Dynamik bereits in der zweiten Jahreshälfte abgeschwächt. Dachser investierte im vergangenen Jahr 151 Millionen Euro, vor allem in die physische Infrastruktur.
Die Coronakrise trifft das Unternehmen seitdem direkt: Die Volumina im Industriegüterbereich sind gesunken, und die internationalen Aktivitäten gingen um 20 Prozent zurück. Simon betonte, Dachser werde die Krise mit fairen Preisen und angemessener Vergütung bewältigen, um das Wachstum langfristig zu sichern.
Die Ergebnisse 2019 zeigten eine gemischte Entwicklung in den verschiedenen Geschäftsbereichen. Die Pandemie hat seitdem die Abläufe durcheinandergebracht und finanzielle Prognosen erschwert. Dachser konzentriert sich nun darauf, durch faire Geschäftspraktiken Stabilität zu wahren.






