14 March 2026, 06:33

Demelspitze bleibt gesperrt: Riss am Gipfelkreuz droht mit tödlichem Felssturz

Ein altes topografisches Kartenblatt der deutschen Alpen, das detaillierte Konturen, Höhenangaben und andere Geländemerkmale zeigt, mit Text oben und unten.

Demelspitze bleibt gesperrt: Riss am Gipfelkreuz droht mit tödlichem Felssturz

Demelspitze bleibt für Bergsteiger gesperrt – Riss am Gipfelkreuz droht mit Einsturz

Die Demelspitze, ein Gipfel im deutschen Karwendelgebirge, ist für Kletterer weiterhin tabu – und das aus Gründen der Sicherheit. Ein sich immer weiter öffnender Riss in der Nähe des Gipfelkreuzes lässt einen Felssturz befürchten, weshalb ein unbefristetes Kletterverbot verhängt wurde. Obwohl der Berg einst beliebt war, steht er heute als Mahnmal für die Unberechenbarkeit der Natur.

Doch während einige Gipfel aus Sicherheitsgründen gesperrt sind, bleiben andere aus ganz unterschiedlichen Motiven unberührt – sei es aus religiösen Vorschriften, Umweltschutzbestimmungen oder schlicht wegen extremer Gefahren.

Instabiler Fels führt seit 2013 zum Kletterstopp Das Verbot, die Demelspitze zu besteigen, besteht seit 2013, nachdem geologische Untersuchungen eine zunehmende Instabilität des Berges offenbarten. Die Felsstruktur hatte sich so stark gelockert, dass eine Begehung lebensgefährlich wurde. Im Laufe der Jahre lösten sich immer wieder Gesteinsmassen vom Gipfel, die im Wald darunter neue Kletterrouten entstehen ließen – doch keine von ihnen führt mehr zum Gipfel selbst.

Unbestiegene Gipfel in den Alpen – Mythos oder Realität? Wie viele unbestiegene Gipfel es in den Alpen noch gibt, ist unklar. Schon die Definition eines "Gipfels" ist umstritten. Manche, wie der Skura in Österreich, bleiben unbetreten, weil sie abgelegen oder zu riskant sind. Andere, etwa Nebengipfel ohne ausreichende Schartenhöhe, werden schlicht ignoriert. Die meisten großen Alpenberge sind längst bezwungen.

Heilige Berge und verbotene Zonen Abseits der Alpen sind Berge wie der Mount Kailash in Tibet oder der Machapuchare in Nepal aus religiösen Gründen strikt tabu. Bergsteiger meiden sie aus Respekt vor den Traditionen. Die Sperrung der Demelspitze hingegen hat rein praktische Gründe: Sie ist schlicht zu gefährlich – ein Beweis dafür, dass selbst bekannte Berge plötzlich zur Sperrzone werden können.

Neue Routen durch Felsstürze Für diejenigen, die nach Alternativen suchen, haben die Abbrüche an der Demelspitze immerhin neue Kletterwege in der Umgebung freigelegt. Diese bieten unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und weniger Andrang – und damit sichere Optionen in derselben Region.

Naturgewalten verändern die Bergwelt Die Sperrung der Demelspitze zeigt, wie Naturkräfte die Möglichkeiten für Bergsteiger neu gestalten können. Während manche Gipfel aus Glaubensgründen oder wegen ihrer Abgeschiedenheit unberührt bleiben, werden andere von heute auf morgen unzugänglich. Die Zukunft des Berges hängt nun von seinem bröckelnden Fels ab – und davon, ob das Gipfelkreuz weiter steht oder einstürzt.

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