Deutsche Bahn plant gestaffelte Sanierung der Strecke München–Rosenheim bis 2031
Hannah BöhmDeutsche Bahn plant gestaffelte Sanierung der Strecke München–Rosenheim bis 2031
Die Deutsche Bahn hat ihre Pläne für die Sanierung der Bahnstrecke München–Rosenheim, einer der meistbefahrenen Strecken Bayerns, überarbeitet. Statt einer einzigen sechsmonatigen Vollsperre sollen die Arbeiten nun in zwei Abschnitten im Jahr 2028 und 2031 erfolgen. Die Entscheidung folgt auf Kritik von Güterverkehrsunternehmen und Wirtschaftsverbänden.
Die erste Phase beginnt Mitte Februar 2028 mit einer achtwöchigen Komplettsperrung der Fernbahngleise. In dieser Zeit werden Fernzüge umgeleitet, während der Regionalverkehr auf Schienenersatzverkehr mit Bussen ausweicht. Vorbereitende Maßnahmen, darunter Teilstilllegungen der S-Bahn, starten bereits im Herbst 2027.
Die zweite Phase ist für das erste Halbjahr 2031 vorgesehen. Hier stehen die Modernisierung von Gleisen, Weichen, Oberleitungen, Brücken und Bahnhöfen im Fokus. Zudem wird die Strecke mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System) ausgerüstet, um Effizienz und Sicherheit zu erhöhen.
Peter Westenberger, Geschäftsführer des Netzwerks Europäischer Eisenbahnverkehrsunternehmen (NEE), hatte sich für ein alternatives Vorgehen eingesetzt. Er schlug ein eingleisiges Bauen sowie Ausbaumaßnahmen auf Ausweichstrecken vor, um die Beeinträchtigungen zu verringern. Trotz der Anpassungen kritisiert der Verband, dass die Gesamtstillstandszeit länger ausfalle als ursprünglich geplant.
Der überarbeitete Zeitplan soll Modernisierungsbedarf und Betriebsstabilität in Einklang bringen. Zwar müssen Güter- und Personenverkehr mit Einschränkungen rechnen, doch verteilt die gestaffelte Umsetzung die Auswirkungen auf mehrere Jahre. Die Aufwertungen sollen die Kapazität und Zuverlässigkeit auf der wichtigen bayerischen Achse deutlich verbessern.






