Deutsche Eishockey-Frauen verlieren knapp vor Olympia – doch die Hoffnung bleibt
Johanna MüllerDeutsche Eishockey-Frauen verlieren knapp vor Olympia – doch die Hoffnung bleibt
Die deutsche Fraueneishockey-Mannschaft hat ihr letztes Vorbereitungsspiel vor den Olympischen Winterspielen knapp verloren: Gegen Japan unterlag das Team in Füssen, Bayern, mit 2:3 nach Verlängerung. Das Spiel markierte den Abschluss des Trainingslagers vor der Abreise zu den Winterspielen. Beide Mannschaften reisen nun nach Mailand, wo am Wochenende die Eröffnung des Olympischen Dorfes stattfindet.
Die Deutschen gingen im Testspiel früh in Führung, doch Japan glich schnell aus. Die Gäste erhöhten im zweiten Drittel den Druck und gingen in Führung, was die Hausherrinnen in Bedrängnis brachte.
Celina Haider erzwang mit einem späten Ausgleich die Verlängerung, doch Japan traf bereits 27 Sekunden nach Beginn der zusätzlichen Spielzeit zum 3:2-Endstand. Mannschaftskapitänin Daria Gleißner bezeichnete die Partie im Nachhinein als wertvolle Standortbestimmung vor den Olympischen Spielen.
Für Deutschland ist es die vierte Olympiateilnahme im Fraueneishockey und die erste seit Sotschi 2014. Zum Kader gehören erfahrene Spielerinnen der Eisbären Berlin wie Franziska Feldmeier und Laura Kluge sowie das 16-jährige Talent Mathilda Heine.
Ihr olympisches Turnier beginnt am Donnerstag mit dem Spiel gegen Schweden, das live auf ZDF und Eurosport übertragen wird. Nur zwei Tage später trifft das Team in der Vorrunde erneut auf Japan.
2018 hatte Deutschland überraschend die Silbermedaille bei den Spielen in Pyeongchang gewonnen. Der Kader für Milano-Cortina setzt auf eine Mischung aus Jugend und Erfahrung, um erneut weit vorzudringen.
Am Samstag bezieht die Mannschaft das Olympische Dorf und bereitet sich auf das Auftaktspiel gegen Schweden vor. Das Wiedersehen mit Japan folgt kurz darauf – eine frühe Bewährungsprobe im Turnier. Die Niederlage in Füssen dient nun als letzte Lektion vor dem Start der Spiele.